August 2026. Restaurierung der Ikonen aus der historischen Ikonostase der Gedächtniskirche abgeschlossen

Im Juli 2026 wurde in Leipzig die Restaurierung der Ikone des Erzengels Gabriel – des linken Flügels der Zarentür aus der historischen Ikonostase – vollendet. Der erste Teil des Projekts, die Restaurierung der Ikone der Jungfrau Maria (rechter Flügel der Königstür), war bereits im August 2025 abgeschlossen worden.
Die künstlerische Bearbeitung der historischen Gemälde wurde von den Restauratoren Jakow und Nadeschda Khesin durchgeführt. Der Bildträger und die Malschicht der Ikone des Erzengels hatten besonders schwere Schäden erlitten. Die Restaurierung war daher mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden und erforderte zusätzlichen Zeit- und Materialaufwand. Dennoch wurden alle Arbeiten mit großer Sorgfalt und auf fachlich hohem Niveau ausgeführt. Bereits im Juli 2025 waren zudem zwei historische Kerzenständer instand gesetzt und teilweise restauriert worden. Sie stehen heute vor der Ikonostase im unteren Raum der Gedächtniskirche.
Die Ikonen wurden der Königstür sowie zehn weitere Ikonen im klassischen Stil des 18. Jahrhunderts gemalt. Neben dem gemeinsamen Stil weisen sie ein besonderes Merkmal auf: die Imitation eines vergoldeten Rahmens am Rand. Dies deutet darauf hin, dass die Ikonostase ursprünglich zu einer Hauskirche gehörte. Der obere Abschluss der Königstür ist halbkreisförmig gestaltet, da darüber ein „Strahlenkranz“ angebracht war, wie auf einer historischen Aufnahme der russischen Hauskirche in Weimar zu sehen ist.
Die Ikonostase, die Kerzenleuchter und weitere Gegenstände gelangten vor etwa 200 Jahren von St. Petersburg nach Weimar. Sie befanden sich in der Hauskirche der russischen Großfürstin Maria Pawlowna († 1859), die 1804 Großherzogin von Sachsen-Weimar-Eisenach wurde. Orthodoxe Gottesdienste fanden dort bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 statt.
Detaillierte Informationen über die russische Ikonostase aus der Hauskirche der Hl. Maria Magdalena in Weimar und ihre Künstler sind nicht erhalten geblieben. Eine Beschreibung der Kirche im Haus der Baronin von Stein, Ackerwand 25, ist aus einer Veröffentlichung von Bischof Nikanor (Ružičić, † 1916) bekannt. Auf einer Fotografie aus einem 1906 erschienenen Buch des Erzpriesters Alexij Malzew sind ein Teil der Ikonostase sowie Leuchter aus dieser Kirche zu sehen.
Das Interieur und die Ikonostase lassen sich dem russischen Klassizismus des 18. und 19. Jahrhunderts zuordnen. Typischerweise waren die Königstüren solcher Ikonostasen zur Mitte hin abgerundet, da sich im Bogen darüber ein „Strahlenglanz“ befand – ein Kreis oder Oval aus Strahlen, in dessen Innerem das „Allsehende Auge“ oder ein Dreieck als Symbol der Heiligen Dreifaltigkeit dargestellt war. In St. Petersburg ist eine ähnliche Ikonostase mit entsprechender Königstür in der Kirche des Erlösers (Spasa Nerukotvornogo) am Konjuschennaja-Platz zu sehen, die Mitte des 18. Jahrhunderts im klassizistischen Stil erbaut wurde.
Anfang der 1930er Jahre gelangte ein Teil der Ikonen und Gegenstände – in die Russische Gedächtniskirche zu Leipzig.
Heute befinden sich die Ikonen der alten Ikonostase im Altarraum der Oberkirche, auf der linken Seite.

1. August 2026. Taufe der syrischen Christen in der Russischen Gedächtniskirche
Am Samstag, dem 1. August, fand in der Unterkirche der Gedächtniskirche des Hl. Panteleimon die Taufe eines Kindes aus einer syrischen Familie statt. Das Sakrament wurde im Beisein zahlreicher Gäste und Gemeindemitglieder von dem Priester Rabi Nassour, der Syrisch-Orthodoxen Metropolie in Deutschland, Patriarchat von Antiochien, und einem gastierenden Geistlichen aus benachbarten syrischen Gemeinde – vollzogen. Nach der Feier begrüßte der Vorsteher der Gedächtniskirche, Erzpriester A. Tomjuk, den Gast und überreichte ihm ein Buch von Moskauer Patriarch Kyrill. Das Buch des Patriarchen Kirill, „Gedanken für jeden Tag im Jahr“, in deutscher Sprache, wurde im Jahre 2023 in Moskau publiziert.

3. Juli 2026. Restaurierung eines Steinschlossgewehrs aus der Zeit um 1800

Mit viel Muße und Hingabe widmete sich die Leipziger Restauratorin Christina Neubacher der Restaurierung eines Ausstellungsobjekts aus dem kleinen Museum der Russischen Gedächtniskirche. Der Originalzustand des Gewehrs aus der Zeit der Napoleonischen Kriege in Russland und Deutschland (1812–1813) wurde durch eine behutsame Teilrestaurierung sorgfältig gesichert. So wurde die über 200 Jahre alte Waffe wieder in einen nahezu ursprünglichen Zustand versetzt.
Der Bericht der Restauratorin Christina Neubacher beschreibt den Restaurierungs-prozess sowie den Vor- und Nachzustand des Objekts ausführlich in Wort und Bild.
Im Laufe des Projekts wurden sowohl der Lauf als auch der Holzschaft des histori-schen Steinschlossgewehrs eingehend auf Hersteller- und Prüfungsstempel des Produzenten untersucht. Das russische Wappen auf dem Holzschaft sowie weitere Prüfungsstempel stellen fest, dass es sich um ein authentisches und historisch wertvolles Objekt handelt, das in der berühmten Kaiserlich-Russischen Waffenfabrik in Tula Ende des 18. bis Anfang des 19. Jahrhunderts hergestellt wurde.
Im Jahre 1913 wurde das Gewehr nach den Akten der Gedächtniskirche zusammen mit weiteren historischen Objekten zur Geschichte der Kriege gegen Napoleon aus Russland nach Leipzig geliefert. Die Exponate wurden anlässlich der Einweihung der Gedächtniskirche im kleinen Museum ausgestellt und sollten über die Beteiligung der russischen Truppen an der Völkerschlacht bei Leipzig im Oktober 1813 informieren. Die Ergebnisse zur Geschichte des Ausstellungsobjekts dazu wurden in einem Bericht der Kirchenverwaltung dokumentiert.
Juli 2026. 80. Todestag des Priesters Wladimir Tarasowitsch Tyminskij (1887-1945)
Im Mai vergangenen Jahres jährte sich zum 80. Mal der Todestag des Priesters Wladimir Tyminskij, der während des Zweiten Weltkriegs nach Leipzig gekommen war. Er starb am Ende des Krieges und wurde in der russisch-orthodoxe Abteilung Ostfriedhofs beigesetzt, inmitten der Gräber russisch-orthodoxer Christen, der Gemeinde der Gedächtniskirche des Russischen Ruhms in Leipzig.

Priester Wladimir Tarasowitsch Tyminskij wurde als Sohn eines Dorfpriesters in der damals zu Österreich-Ungarn gehörenden Bukowina (od. Buchenland) am 27. (15.) August 1887 geboren und verbrachte den größten Teil seines Lebens fern von Leipzig, in einer einfachen ländlichen Umgebung. Schon in jungen Jahren folgte er dem Weg seines Vaters, Taras Tyminskij (im Mönchsstand Tit), und widmete sein Leben dem priesterlichen Dienst.
Das bukowinische Dorf Bergomet, in dem Wladimir geboren wurde, ebenso wie die Dörfer, in denen er später als Seelsorger wirkte, waren geprägt von der schlichten und bescheidenen Lebensweise der ruthenischen Landbevölkerung. Von einem Dorfpriester wurde vor allem erwartet, den einfachen Menschen in ihrem Alltag geistlich beizustehen.
Gegen Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde diese ruhige Region von tiefgreifenden Umbrüchen erschüttert. Innerhalb von nur zwanzig Jahren wechselte die staatliche Zugehörigkeit der Bukowina dreimal – von der Österreichisch-Ungarischen Monarchie zum Königreich Rumänien und schließlich zur Sowjetukraine. Diese politischen Veränderungen, die Kriege und die ideologischen Auseinandersetzungen erfassten auch die Bevölkerung der Bukowina, die überwiegend aus Rusinen (auch Ruthenen) und Rumänen bestand. Die Ruthenen, Erben der alten westrussischen Tradition, wurden zunehmend als Ukrainer bezeichnet; andere hielten an ihrer altrussischen Identität fest und wurden abwertend als „Moskowophile“ bezeichnet. Diese Spannungen innerhalb der Bevölkerung führten zu staatlicher Verfolgung und politischen Repressalien. Auch ein Teil der orthodoxen Geistlichkeit der Bukowina ließ sich in diese nationalen Auseinandersetzungen hineinziehen, ungeachtet ihrer geistlichen Berufung.
Wladimir schien jedoch weder den politischen Weg seines Vaters, Taras Tyminskij, eines engagierten Ukrainophilen, noch den seines Onkels Iwan Tyminskij eingeschlagen zu haben, der dem altrussischen Lager nahestand und sich der großrussischen kirchlichen und kulturellen Tradition verbunden fühlte. Stattdessen widmete er sich mit großer Hingabe seiner eigentlichen Berufung: dem seelsorgerlichen Dienst an den Menschen in den ihm anvertrauten Gemeinden.
Die letzten Jahre seines Lebens musste Vater Wladimir fern der Heimat verbringen. Nach seiner Emigration hielt er sich zunächst in Rumänien auf, wo seine Ehefrau verstarb. Später gelangte er auf das Gebiet des Dritten Reiches; seine letzte Lebensstation wurde Leipzig. Im Gedenkbuch für die Opfer des nationalsozialistischen Regimes in Leipzig wird sein Name unter den „Zivilarbeitern“ geführt – Menschen aus Russland und Osteuropa, die freiwillig oder unter Zwang zur Arbeit im Deutschen Reich verschleppt wurden.
Priester Wladimir Tyminskij starb am 20. Mai 1945 in Leipzig, kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, noch in vergleichsweise jungen Jahren. Vermutlich waren die Folgen der schweren Zwangsarbeit, der Unterernährung und der mangelnden medizinischen Versorgung ausschlaggebend für seinen frühen Tod.
Dasselbe Schicksal führte auch einige weitere Familien aus der Bukowina nach Leipzig. Der damalige Geistliche der Russischen Gedächtniskirche, Erzpriester Georgij Romanowitsch († 1975), stammte ebenfalls aus der Bukowina. Er sorgte dafür, dass sein Mitbruder und Landsmann, Priester Wladimir, eine würdige Ruhestätte erhielt, und kümmerte sich bis 1975 um dessen Grab auf dem Leipziger Ostfriedhof.
Heute, achtzig Jahre nach seinem Tod, bleibt die Erinnerung an Vater Wladimir in der Russischen Gedächtniskirche lebendig. Sein Name wird in der Kirche bis heute im Gebet bewahrt.
6. Juni 2026. 20 Jahre Erlöserkirche Leipzig-Thonberg

Im Juni 2026 feierte die evangelische Erlöserkirche in der Dauthestraße 1 ihr 20-jähriges Bestehen. In den vergangenen zwanzig Jahren war die Kirche ein Ort für Gottesdienste, Taufen und Trauungen, Trauerbegleitung und Seelsorgegespräche, Gruppen- und Gemeindekreise, Flüchtlingshilfe sowie viele weitere Zeugnisse eines lebendigen Gemeindelebens. Der Dankgottesdienst am 6. Juni wurde von der Band Hashtag, dem Posaunenchor und dem Kirchenchor musikalisch begleitet. An dem sommerlichen Open-Air-Familiengottesdienst um 15.00 Uhr nahm unter den Gästen auch Erzpriester A. Tomjuk von der nahe gelegenen Russischen Gedächtniskirche teil.
Bereits vor 20 Jahren, am 16. Mai 2005, hatte Erzpriester A. Tomjuk an einer feierlichen Andacht auf dem Baugelände in Leipzig-Thonberg teilgenommen, auf dem die Erlöserkirche später errichtet wurde.
7. Juni 2026. Ökumenischer Stadtfestgottesdienst in Leipzig

Am Sonntag, dem 7.Juni, fand auf der großen Bühne auf dem Leipziger Markt der ökumenische Stadtfestgottesdienst statt. Im Rahmen des Leipziger Stadtfestes luden die in der Ökumene verbundenen Kirchen die Bürgerinnen und Bürger der Stadt zu einem gemeinsamen Gottesdienst ein. Die Veranstaltung stand unter dem Titel „Gemeinsam bauen.beten.singen.“ und richtete sich besonders an Familien und Kinder.
Inhaltlich griff der Gottesdienst die Kindersegnung aus dem Markus-Evangelium auf und verband die Kinder in einer kreativen Mitmachaktion. Kirchliche Kindergärten, Kindergruppen der Gemeinden sowie Grundschulen gestalteten gemeinsam eine Aktion, um ihre Perspektiven sichtbar zu machen und ihnen gemeinschaftlich Ausdruck zu verleihen.
Der Gottesdienst wurde von Katharina Luther, Referentin der katholischen Propsteikirche St. Trinitatis, und Ekkehard Weber, leitendem Pädagogen des Evangelisch-Lutherischen Kirchenbezirks Leipzig, moderiert. Die musikalische Gestaltung übernahm Jacobus Gladziwa, Kantor der Propsteikirche St. Trinitatis.
Im Rahmen der Veranstaltung wurde der jährliche Preis des Stadtökumenekreises Leipzig verliehen. Mit dieser Auszeichnung werden Projekte und Initiativen gewürdigt, die gemeinwohlorientiertes und ökumenisches Engagement in Leipzig und Umgebung sichtbar machen. Im Jahr 2026 lag der Schwerpunkt auf Projekten für Kinder, Familien und junge Menschen.
Von der Russischen Gedächtniskirche wirkte Snezhana Heim-Schmidt am Gottesdienst mit. Sie engagiert sich seit vielen Jahren in der Kinder- und Jugendarbeit der Gemeinde.
24. Juni 2026. Erinnerungsschild im Glockenturm der Gedächtniskirche

Nach langer Zeit wurde im Glockenturm der Russischen Gedächtniskirche zu Leipzig ein Klöppel einer mittelgroßen russischen Glocke an der Seitenwand angebracht.
Die Inschrift auf dem daneben angebrachten Erinnerungsschild lautet: „Zum Gedenken an die fünf Glocken, die der Kirche im Ersten Weltkrieg genommen wurden“ (russ.: «В память о пяти колоколах, изъятых из храма в Первую мировую войну»).
Infolge des Krieges Deutschlands gegen Russland wurden im Frühjahr 1919 auf Anordnung der deutschen Behörden die vergoldete Kupferdacheindeckung des russischen Denkmals sowie fünf Glocken unterschiedlicher Größe entfernt.
Die Glocken der Kirche waren in der Glockengießerei P.I. Olowjanischnikow in Jaroslawl aus russischen Armeekanonen gegossen worden, die während des Vaterländischen Krieges von 1812 sowie im anschließenden Feldzug der russischen Armee zur Befreiung der deutschen Gebiete von der napoleonischen Herrschaft im Jahr 1813 zum Einsatz gekommen waren.
27. Juni 2026. Das Sakrament der Krönung in der Gedächtniskirche
Am 27. Juni fand in der Russischen Gedächtniskirche die kirchliche Trauung eines Brautpaares aus der syrischen Gemeinde Leipzig statt. Der Gottesdienst wurde von Priester Rabih Nassour, dem Gemeindepfarrer der Syrisch-Orthodoxen Kirche des Patriarchats von Antiochien, zelebriert. Dem Sakrament wohnten zahlreiche junge Gläubige aus Leipzig bei.
Die syrisch-orthodoxe Gemeinde versammelt sich seit fünf Jahren in Leipzig. Ihre Gottesdienste werden gelegentlich in der Russischen Gedächtniskirche gefeiert.
Als Krönung bezeichnet man in der orthodoxen Kirche das Sakrament der kirchlichen Trauung. Während der Zeremonie werden dem Brautpaar die Kronen bzw. Kränze aufgesetzt (vgl. Psalm 20,4).

8. Mai 2026. 81. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges

Mit einer Gedenkzeremonie auf dem Ostfriedhof erinnerte die Stadt Leipzig am 8. Mai an das Ende des Zweiten Weltkrieges, in dem mehr als 60 Millionen Menschen aller Nationen ums Leben kamen. Vor allem über 27 Millionen Bürger der Sowjetunion fielen dem Krieg zum Opfer. An der öffentlichen Veranstaltung nahmen die Kulturbürgermeisterin Dr. Skadi Jennicke, Vertreter der Fraktionen des Stadtrates und Konsularkorps, der christlichen Kirchen sowie weiterer Verbände der Stadt teil.
Eine der Stationen der Gedenkveranstaltung war das Ehrenmal für russische bzw. sowjetische Kriegsteilnehmer und KZ-Häftlinge.

Im Namen der Russischen Gedächtniskirche nahmen auch Erzpriester Alexei Tomyuk und Snezhana Heim-Schmidt teil. Fotos: © DIE LINKE. Leipzig
9. Mai 2026. Gedenkandacht zum Tag des Sieges
Am 9. Mai wurde auf dem russischen bzw. sowjetischen Ehrenhain des Ostfriedhofs Leipzig eine Gedenkandacht abgehalten. Dort sind viele russische Angehörige bzw. Landsleute, Soldaten und Offiziere, aber auch Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene aus der UdSSR bestattet, die während der Kriegsjahre in Leipzig ums Leben kamen.

Anschließend wurden am Ehrenmal Blumen niedergelegt. An dem von Erzpriester Alexej Tomjuk geleiteten Gottesdienst nahmen etwa 15 Teilnehmer teil – Gläubige der Russischen Gedächtniskirche zu Leipzig sowie der Vertreter der Russischen Botschaft.
14. Mai 2026. Versammlung der Geistlichen des Ostbezirks der Berliner Diözese
Am 14. Mai fand im Pfarrhaus der Kirche der Heiligen Apostelgleichen Konstantin und Helena in Tegel eine Pastoralversammlung der Geistlichen des Ostbezirks der Berliner-Deutschen Diözese statt. Vor Beginn der Veranstaltung hielt der Kirchenvorsteher, Erzpriester Sergij Silaganow, eine Andacht.
Die Teilnehmer der Versammlung, die aus Dresden, Leipzig, Potsdam, Rostock, Frankfurt (Oder), Halle, Weimar und anderen Städten des Ostkirchenbezirks nach Berlin angereist waren, wurden vom Leiter der Diözese von Berlin und Deutschland, Erzbischof Tichon von Ruza, begrüßt.
Es referierten: Priester Evgeny Murzin: „Beichte vor der Kommunion: Häufigkeit, Vorbereitung, Einzelfälle“; Priester Maxim Judakov: „Der Seelsorger und der moderne Mensch: Die Krise der religiösen Sprache; wie man über Gott außerhalb der ‚innerkirchlichen Sprache‘ spricht“;
Priester Oleg Beltek: „Die Kirche in der Diaspora: zwischen Identitätsbewahrung und Mission“.
Im Anschluss an die Vorträge fand eine Diskussion statt.

Zum Abschluss erörterten die Teilnehmer der Versammlung verschiedene Fragen des Gemeindelebens im Dekanat. Das Östliche Dekanat der Berliner-Deutschen Eparchie umfasst 22 Gemeinden und Gemeinschaften. Die Zahl der Geistlichen beträgt 29 Personen. Davon sind 20 Priester und 9 Diakone. Auch der Erzpriester Alexej Tomjuk, Hauptgeistliche der Russischen Gedächtniskirche, nahm an dem Treffen in Berlin teil.
18. Mai 2026. Beerdigung von Benjamin Klass

Am 18. Mai fand in der unteren Kapelle der Gedächtniskirche zu Leipzig das Totenamt für das aktive Gemeindemitglied Herrn Benjamin Klass statt. Viele Jahre lang war er Mitglied der Gemeinde und als stets fröhlicher, freundlicher und hilfsbereiter Mensch bekannt. Zum Abschied waren viele seiner Freunde und Bekannten aus dem Kirchenkreis gekommen.
Er hinterlässt nicht nur seine Familie und Freunde, sondern auch viele weitere Menschen, die um ihn trauern. Am selben Tag wurde Veniamin auf dem russischen Teil des Leipziger Ostfriedhofs beigesetzt – einer Ruhestätte, auf der seit den 1940er Jahren zahlreiche Gemeindemitglieder und Geistliche der Gedächtniskirche ihre letzte Ruhe gefunden haben. Die Trauerfeier wurde von Erzpriester Alexey Tomyuk, dem Rektor der Russischen Gedächtniskirche, geleitet.
19. Mai 2026. Kleinere Reparaturen an der Gedächtniskirche

In der 21. Kalenderwoche wurden mit Hilfe fleißiger Gemeindemitglieder, die sich in der Kirche engagieren, kleinere Reparaturen im Kirchhof und auf den Grünflächen durchgeführt.
19. April 2026. Osterfest für Kinder.

Die Kindergruppe der Gedächtniskirche lädt Kinder und Jugendliche gemeinsam mit ihren Eltern herzlich zu Vorbereitungstreffen sowie zur gemeinsamen Feier des Lichten Festes der Auferstehung Christi – Ostern 2026 – ein. Das Osterfest für Kinder findet am Sonntag, den 19. April, statt. Nach der Göttlichen Liturgie laden wir alle herzlich zu einem freudigen österlichen Beisammensein und zur Feier ein.
Die Vorbereitungstreffen finden am 28.02., 21.03., 04.04. und 18.04.2026 jeweils von 10:00 bis 11:00 Uhr im unteren Raum der Gedächtniskirche statt. Im Rahmen der Vorbereitung erwarten euch gemeinsame kreative Aktivitäten und Freude am gemeinsamen Miteinander. Wir würden uns sehr freuen, euch begrüßen zu dürfen!
Die Osterfeier für die Kinder am 19. April war ein voller Erfolg. Sechzehn Kinder wirkten in der Osteraufführung mit, genauso viele saßen mit ihren Eltern im Publikum.
Im Anschluss gab es für alle Tee und Snacks.

14 April 2026. Bischöflicher Gottesdienst in Berlin.
Am 14. April, am Dienstag der Osterwoche, hielt Erzbischof Tichon von Ruza, Leiter der Diözese von Berlin und Deutschland, die Göttliche Liturgie in der Berliner Auferstehungskathedrale. Seiner Eminenz konzelebrierten der Sekretär der Diözese und Geistlichkeit aus Berlin und anderen Städten Deutschlands.

Beim kleinen Einzug auf Anordnung S.H. Patriarch Kyrill wurde eine Reihe von Geistlichen für ihren eifrigen Dienst an der Kirche mit hierarchischen Auszeichnungen geehrt.
Nach dem Kommunionvers verlas Priester Evgenij Murzin die Osterbotschaft von Erzbischof Tichon.
Zum Abschluss der Liturgie fand eine Prozession die Weihe des Grundsteins, an der Stelle des zukünftigen Gemeindehaus statt, das neben der Kathedrale errichtet werden soll. Zum Ende des Festes Namen gratulierte der Erzpriester M. Divakov dem Bischof zum Osterfest und überreichte ihm einen Blumenstrauß, im Namen des Klerus und aller Gemeindemitglieder. Im Namen der Russischen Gedächtniskirche zu Leipzig nahm der Erzpriester Alexej Tomjuk an diesem Gottesdienst teil.

Erzpriester Georgij Wassiljewitsch Romanowitsch (1890–1975)

Im Februar 2025 jährte sich zum 80. Mal der Todestag des Erzpriesters Georgij Wassiljewitsch Romanowitsch. Sein langer Lebensweg begann in der Provinz Bukowina, zur Zeit der Österreichisch-Ungarischen Monarchie. Nach dem Abschluss einer Universitätsausbildung widmete er sein Leben dem Dienst an der Kirche – zunächst in seiner Heimat und später in der Russischen Gedächtniskirche zu Leipzig.
Vater Georgij erlebte den Ersten Weltkrieg, oder Aufenthalts in einem Lager während des Zweiten Weltkriegs. Nach dem Krieg blieb er in Leipzig und übte 30 Jahre lang seinen seelsorgerischen Dienst in der Gemeinde der Russischen Gedächtniskirche aus, die aus den verschiedensten Nationalitäten bestand. Er diente den Gläubigen unter den schwierigen Bedingungen der atheistischen Staatsmacht der DDR und öffnete zugleich die Kirche für Christen verschiedener Konfessionen sowie für Gäste der Stadt. Zusammen mit dem Kirchenältesten Wolkow kümmerte er sich um den Erhalt und die Restaurierung der Kirche, darunter um die Erneuerung der Vergoldung der Kuppel und um die Erweiterung des kirchlichen Inventars.
Als wichtigste Vorsatz von Vater Georgij war das geistlichen Leben der Kirche: der regelmäßigen Gottesdienste und Sakramente, sowie das Gebet für die russischen Soldaten, die in der Völkerschlacht sowie im Großen Vaterländischen Krieg gefallen waren.
Er setzte sich sehr dafür ein, die Kirche als geistliches und kulturelles Bauwerk im Besitz der Russischen Orthodoxen Kirche zu bewahren. Für seinen Dienst und Hingabe an die Kirche wurde der Erzpriester mit kirchlichen Auszeichnungen geehrt.
Der Erzpriester Georgij Romanowitsch diente der Kirche 57 Jahre lang. Er verstarb am 22. Februar 1975. Seine letzte Ruhestätte fand er neben seiner Frau Natalia auf dem russischen Gräberfeld des Ostfriedhofs in Leipzig.
Den vollständigen Text des Artikels in russischer Sprache können Sie hier lesen…
6. – 7. Januar 2026. Weihnachten in der Russischen Gedächtniskirche

Am 6. und 7. Januar, dem ersten Weihnachtsfeiertag nach dem julianischen Kalender, fanden in der Gedenkkirche Weihnachtsgottesdienste statt. Kinder der Gemeinde führten ein Weihnachtsstück sowie Lieder und Gedichte auf. Anschließend kamen sie gemeinsam mit den Gemeindemitgliedern zu traditionellem Tee und kleinen Buffet zusammen. Auch der regionale Radiosender berichtete mit kurzem Interview über die Weihnachtsfeier in der Russischen Kirche zu Leipzig.
Am 6. Januar sangen die Kinder der Gemeinde nach dem Abendgottesdienst vor der Kirche Weihnachtslieder. Wie in den Vorjahren kamen dabei Spenden in Höhe von ca. 800 Euro zusammen. Diese wurden zur Unterstützung der Sozialarbeit an das Martha-und-Maria-Kloster in Moskau geschickt.
1.–2. Dezember 2025. Erzbischof Tichon besucht Leipzig

Der Erzbischof Tichon von Rusa, der Vorsteher der Berliner Diözese der Russischen Orthodoxen Kirche in Deutschland, besuchte die Stadt am 1. und 2. Dezember.
Am Abend des 1. Dezember besuchte Seine Eminenz das Neue Rathaus Leipzigs, wo er sich mit Bürgermeisterin Dr. M. Münch traf. Am folgenden Tag hatte der Erzbischof ein weiteres Treffen mit der Leitung des Kulturamtes. Bei den Gesprächen wurden Fragen erörtert, die mit dem besonderen Status der Gedächtniskirche in Leipzig zusammenhängen.
Die Vertreter der Stadt betonten die besondere Stellung der historischen Gedächtniskirche im kulturellen und gesellschaftlichen Leben. Auf seiner Dienstreise wurde der Erzbischof von Priester Roman Banak (Russische Hl.-Simeon-Kirche in Dresden) und Erzpriester Alexij Tomjuk, dem Vorsteher der Russischen Gedächtniskirche, begleitet.
Vor der Abreise verrichteten Seine Eminenz mit der Klerus Gebete in der Kirche des hl. Alexij.
18. November 2025. Der Erzbischof Tichon von Ruza hielt die hl. Liturgie in der Kathedrale zu Berlin

Am 18. November, dem Gedenktag des Hochheiligen Tichon, Patriarchen von Moskau und ganz Russland und der Väter des Landeskonzils der Russischen Kirche von 1917-1918, hielt der Leiter der Berliner Diözese der Russischen Orthodoxen Kirche, Erzbischof Tichon von Ruza, die Göttliche Liturgie in der Kathedrale zu Berlin.
Seiner Exzellenz konzelebrierten Erzpriester Georgi Antoniuk und Alexi Tomjuk, von der Russischen Gedächtniskirche zu Leipzig. Nach der Liturgie hielt Erzbischof Tichon eine Predigt.
23. November 2025. Abendandacht der syrisch-orthodoxen Gemeinde
Am Samstagabend, dem 23. November, haben die Gläubigen der syrisch-orthodoxen Gemeinde in Leipzig im Erdgeschoss der Russischen Gedächtniskirche eine Abendandacht gefeiert. Der Gottesdienst war dem Beginn des Weihnachtsfastens gewidmet und wurde vom Priester Rabih Nassour, Vorsteher der Leipziger Gemeinde der Antiochenisch-orthodoxen Metropolie in Deutschland, eingeleitet.

Seit den 1920er Jahren feiert das Antiochenische Patriarchat die Feiertage nach dem neuen, gregorianischen Kalender. Nach diesem Kalender beginnt das Weihnachtsfasten bereits am 15. November.
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Die rum-orthodoxe Christen kamen nach Europa in den 1960-1970er Jahren. Sie stammen aus Syrien, Libanon, Palästina, Jordanien und Irak, vor allem aber aus der Hatay-Provinz in der Südosttürkei mit Hauptstadt Antakya, dem historischen Antiochia. Diese Gegend gilt als der Gründungsort ihrer Mutterkirche und gehört zu den ruhmreichsten Wiegen des Christentums. Heute vereint die Antiochenisch-Orthodoxe Metropolie in Deutschland, mit Sitz in Köln ca. 24.000 rum-orthodoxe Mitglieder.
2-3 Oktober 2025. Gemeinsame Pastoralkonferenz der Geistlichen in Krefeld
Am 2-3 Oktober fand Krefeld eine gemeinsame Pastoralkonferenz der Geistlichen der Russischen Orthodoxen Kirche in Deutschland statt.

Zur ersten Sitzung wandten mit Grußworten sich der Leiter der Diözese von Berlin und Deutschland, Erzbischof Tichon von Rusa, sowie Bischof Job von Stuttgart (Russ. Auslandskirche) an die Teilnehmer. Im Laufe des Tages wurden folgende Referate gehalten:
• Das Konzil von Nicäa als Grundlage kirchlicher Einheit in der orthodoxen Diaspora;
• Die Relevanz des Ökumenischen Konzils von Nicäa für die pastorale Arbeit in Deutschland;
• Elternrechte und Pflichten der Kinder in Deutschland.
Am Morgen des 3. Oktober, dem Festtag aller Heiligen der Deutschen Lande, zelebrierten der Erzbischof Tichon von Rusa, und Bischof Job die Göttliche die hl. Liturgie, an die Geistliche beider Diözesen teil nahmen.
Nach dem Kommunionvers hielt Priester Roman Bannak eine Predigt über die Heiligen der deutschen Lande und ihre Bedeutung für das kirchliche Leben heute.
Im Anschluss an die Liturgie wurden folgende Referate gehalten:
• Das Sakrament der Beichte – Probleme und Lösungen in der heutigen Praxis;
• Ekklesiologie: die Grenzen der Kirche und ihre praktische Bedeutung.
Zum Abschluss der Konferenz hatten die Geistlichen Gelegenheit die aktuellen Aspekte der pastoralen Arbeit und des kirchlichen Lebens zu erörtern.
Der Erzpriester A. Tomjuk, der die Russische Gedächtniskirche in Leipzig vertrat, nahm am Programm der Veranstaltung teil.
18. Oktober 2025. Gemeindefest in Leipzig
Am 18. Oktober, dem Festtag der heiligen Hierarchen von Moskau, wurde in der Russischen Gedächtniskirche zu Leipzig die Göttliche Liturgie gefeiert. Ihr standen Erzpriester Georgij Antonjuk aus der Berliner Diözese sowie Alexij Tomjuk, Vorsteher der Leipziger Kirche, zusammen mit vielen Gästen vor.

Anschließend fanden in der Kirche ein gemeinsames Teetrinken und Einzelgespräche mit Gemeindemitgliedern statt. Am Nachmittag wurde in der Kirche ein Gedenkgottesdienst für die in der Völkerschlacht gefallenen Soldaten gefeiert.
18. Oktober 2025. Gedenkzeremonie zum Jahrestag der Völkerschlacht in Leipzig
Am 16.-18. Oktober 1813 fand bei Leipzig die entscheidende Schlacht der Napoleonischen Kriege an, die in die Geschichte als Völkerschlacht eingegangen ist. Mehr als 127.000 russische Krieger nahmen daran teil, angeführt vom russischen Kaiser Alexander Pawlowitsch I. Russische Soldaten und Kosaken spielten eine wichtige Rolle in der Schlacht, die über das Schicksal europäischer Staaten und Völker entschied. Zum Gedenken an diese Ereignisse und an die Gefallenen bei Leipzig wurde im Jahr 1913 die Gedächtniskirche des Russischen Ruhms, zum Hl. Alexei von Moskau, eingeweiht.

Am 18. Oktober 2025 fand in Leipzig eine feierliche Gedenkzeremonie statt, die dem 212 Jahrestag der „Völkerschlacht“ gewidmet war. An der Veranstaltung beteiligten sich der Botschafter der Russischen Föderation in Deutschland Sergej Netschajew, Mitarbeiter der russischen diplomatischen Mission, unter anderem aus der Abteilung für Kriegsgräberfürsorge und Gedenkarbeit, Vertreter der Russisch-orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats, sowie der Kosaken-Gemeinschaften aus ganz Deutschland.

In der Russischen Gedächtniskirche der Russischen Ehre, die im Jahre 1913 zum Gedenken an die Völkerschlacht errichtet wurde, fand ein Gedenkgottesdienst statt. Anschließend wurden in der Krypta der Kirche, am Grab der russischen Soldaten, die in der Schlacht bei Leipzig gefallen sind, Kränze und Blumen niedergelegt.
In seinem Grußwort an die Anwesenden dankte der Botschafter Netschajew dem Vorsteher der Kirche, Alexij, und der Kosakengemeinschaft in Deutschland für die sorgfältige Bewahrung des russischen historischen Erbes und für die Pflege der Ruhestätte der hier gefallenen russischen Soldaten.
Nach der Veranstaltung besuchten die russischen Diplomaten den Ehrenhain auf dem Ostfriedhof Leipzigs, wo viele sowjetischen Soldaten, gefallenen im Großen Vaterländischen Krieg 1941–1945 beigesetzt wurden.
© Rus. Botschaft in Berlin
