Juli 2026. 80. Todestag des Priesters Wladimir Tarasowitsch Tyminskij (1887-1945) Im Mai vergangenen Jahres jährte sich zum 80. Mal der Todestag des Priesters Wladimir Tyminskij, der während des Zweiten Weltkriegs nach Leipzig gekommen war. Er starb am Ende des Krieges und wurde in der russisch-orthodoxe Abteilung Ostfriedhofs beigesetzt, inmitten der
8. Mai 2026. 81. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges Mit einer Gedenkzeremonie auf dem Ostfriedhof erinnerte die Stadt Leipzig am 8. Mai an das Ende des Zweiten Weltkrieges, in dem mehr als 60 Millionen Menschen aller Nationen ums Leben kamen. Vor allem über 27 Millionen Bürger der Sowjetunion fielen
19. April 2026. Osterfest für Kinder. Die Kindergruppe der Gedächtniskirche lädt Kinder und Jugendliche gemeinsam mit ihren Eltern herzlich zu Vorbereitungstreffen sowie zur gemeinsamen Feier des Lichten Festes der Auferstehung Christi – Ostern 2026 – ein. Das Osterfest für Kinder findet am Sonntag, den 19. April, statt. Nach der Göttlichen
Erzpriester Georgij Wassiljewitsch Romanowitsch (1890–1975) Im Februar 2025 jährte sich zum 80. Mal der Todestag des Erzpriesters Georgij Wassiljewitsch Romanowitsch. Sein langer Lebensweg begann in der Provinz Bukowina, zur Zeit der Österreichisch-Ungarischen Monarchie. Nach dem Abschluss einer Universitätsausbildung widmete er sein Leben dem Dienst an der Kirche – zunächst in
6. – 7. Januar 2026. Weihnachten in der Russischen Gedächtniskirche Am 6. und 7. Januar, dem ersten Weihnachtsfeiertag nach dem julianischen Kalender, fanden in der Gedenkkirche Weihnachtsgottesdienste statt. Kinder der Gemeinde führten ein Weihnachtsstück sowie Lieder und Gedichte auf. Anschließend kamen sie gemeinsam mit den Gemeindemitgliedern zu traditionellem Tee und
1.–2. Dezember 2025. Erzbischof Tichon besucht Leipzig Der Erzbischof Tichon von Rusa, der Vorsteher der Berliner Diözese der Russischen Orthodoxen Kirche in Deutschland, besuchte die Stadt am 1. und 2. Dezember. Am Abend des 1. Dezember besuchte Seine Eminenz das Neue Rathaus Leipzigs, wo er sich mit Bürgermeisterin Dr. M.
18. November 2025. Der Erzbischof Tichon von Ruza hielt die hl. Liturgie in der Kathedrale zu Berlin Am 18. November, dem Gedenktag des Hochheiligen Tichon, Patriarchen von Moskau und ganz Russland und der Väter des Landeskonzils der Russischen Kirche von 1917-1918, hielt der Leiter der Berliner Diözese der Russischen Orthodoxen
2-3 Oktober 2025. Gemeinsame Pastoralkonferenz der Geistlichen in Krefeld Am 2-3 Oktober fand Krefeld eine gemeinsame Pastoralkonferenz der Geistlichen der Russischen Orthodoxen Kirche in Deutschland statt. Zur ersten Sitzung wandten mit Grußworten sich der Leiter der Diözese von Berlin und Deutschland, Erzbischof Tichon von Rusa, sowie Bischof Job von Stuttgart
17. September 2025. Das neue Studienjahr an der Orthodoxen Fernschule hat begonnen Im September begann an der Orthodoxen theologischen Fernschule der Unterricht. Dieser wird in zwei Kursen angeboten: dem Katechesekurs „Einführung in die Orthodoxie“ und dem dreijährigen theologischen Kurs „Vertiefung in den orthodoxen Glauben“. Der Unterricht wird von 19 qualifizierten
Juli 2025. Die Reparatur der historischen Leuchter ist abgeschlossen Im Juli 2025 wurde die Reparatur (Teilrestaurierung) zweier antiker Leuchter abgeschlossen, die vor der Ikonostase im unteren Raum der Russischen Gedächtniskirche stehen. Eine externe Bewertung ergab, dass beide Messingleuchter mit antiker Verarbeitung im Laufe der Zeit bereits teilweise repariert worden waren.

Juli 2026. 80. Todestag des Priesters Wladimir Tarasowitsch Tyminskij (1887-1945)

Im Mai vergangenen Jahres jährte sich zum 80. Mal der Todestag des Priesters Wladimir Tyminskij, der während des Zweiten Weltkriegs nach Leipzig gekommen war. Er starb am Ende des Krieges und wurde in der russisch-orthodoxe Abteilung Ostfriedhofs beigesetzt, inmitten der Gräber russisch-orthodoxer Christen, der Gemeinde der Gedächtniskirche des Russischen Ruhms in Leipzig.

Priester Wladimir Tarasowitsch Tyminskij wurde als Sohn eines Dorfpriesters in der damals zu Österreich-Ungarn gehörenden Bukowina (od. Buchenland) am 27. (15.) August 1887 geboren und verbrachte den größten Teil seines Lebens fern von Leipzig, in einer einfachen ländlichen Umgebung. Schon in jungen Jahren folgte er dem Weg seines Vaters, Taras Tyminskij (im Mönchsstand Tit), und widmete sein Leben dem priesterlichen Dienst.

Das bukowinische Dorf Bergomet, in dem Wladimir geboren wurde, ebenso wie die Dörfer, in denen er später als Seelsorger wirkte, waren geprägt von der schlichten und bescheidenen Lebensweise der ruthenischen Landbevölkerung. Von einem Dorfpriester wurde vor allem erwartet, den einfachen Menschen in ihrem Alltag geistlich beizustehen.

Gegen Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde diese ruhige Region von tiefgreifenden Umbrüchen erschüttert. Innerhalb von nur zwanzig Jahren wechselte die staatliche Zugehörigkeit der Bukowina dreimal – von der Österreichisch-Ungarischen Monarchie zum Königreich Rumänien und schließlich zur Sowjetukraine. Diese politischen Veränderungen, die Kriege und die ideologischen Auseinandersetzungen erfassten auch die Bevölkerung der Bukowina, die überwiegend aus Rusinen (auch Ruthenen) und Rumänen bestand. Die Ruthenen, Erben der alten west­russischen Tradition, wurden zunehmend als Ukrainer bezeichnet; andere hielten an ihrer altrussischen Identität fest und wurden abwertend als „Moskowophile“ bezeichnet. Diese Spannungen innerhalb der Bevölkerung führten zu staatlicher Verfolgung und politischen Repressalien. Auch ein Teil der orthodoxen Geistlichkeit der Bukowina ließ sich in diese nationalen Auseinandersetzungen hineinziehen, ungeachtet ihrer geistlichen Berufung.

Wladimir schien jedoch weder den politischen Weg seines Vaters, Taras Tyminskij, eines engagierten Ukrainophilen, noch den seines Onkels Iwan Tyminskij eingeschlagen zu haben, der dem altrussischen Lager nahestand und sich der großrussischen kirchlichen und kulturellen Tradition verbunden fühlte. Stattdessen widmete er sich mit großer Hingabe seiner eigentlichen Berufung: dem seelsorgerlichen Dienst an den Menschen in den ihm anvertrauten Gemeinden.

Die letzten Jahre seines Lebens musste Vater Wladimir fern der Heimat verbringen. Nach seiner Emigration hielt er sich zunächst in Rumänien auf, wo seine Ehefrau verstarb. Später gelangte er auf das Gebiet des Dritten Reiches; seine letzte Lebensstation wurde Leipzig. Im Gedenkbuch für die Opfer des nationalsozialistischen Regimes in Leipzig wird sein Name unter den „Zivilarbeitern“ geführt – Menschen aus Russland und Osteuropa, die freiwillig oder unter Zwang zur Arbeit im Deutschen Reich verschleppt wurden.

Priester Wladimir Tyminskij starb am 20. Mai 1945 in Leipzig, kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, noch in vergleichsweise jungen Jahren. Vermutlich waren die Folgen der schweren Zwangsarbeit, der Unterernährung und der mangelnden medizinischen Versorgung ausschlaggebend für seinen frühen Tod.

Dasselbe Schicksal führte auch einige weitere Familien aus der Bukowina nach Leipzig. Der damalige Geistliche der Russischen Gedächtniskirche, Erzpriester Georgij Romanowitsch († 1975), stammte ebenfalls aus der Bukowina. Er sorgte dafür, dass sein Mitbruder und Landsmann, Priester Wladimir, eine würdige Ruhestätte erhielt, und kümmerte sich bis 1975 um dessen Grab auf dem Leipziger Ostfriedhof.

Heute, achtzig Jahre nach seinem Tod, bleibt die Erinnerung an Vater Wladimir in der Russischen Gedächtniskirche lebendig. Sein Name wird in der Kirche bis heute im Gebet bewahrt.

6. Juni 2026. 20 Jahre Erlöserkirche Leipzig-Thonberg

Im Juni 2026 feierte die evangelische Erlöserkirche in der Dauthestraße 1 ihr 20-jähriges Bestehen. In den vergangenen zwanzig Jahren war die Kirche ein Ort für Gottesdienste, Taufen und Trauungen, Trauerbegleitung und Seelsorgegespräche, Gruppen- und Gemeindekreise, Flüchtlingshilfe sowie viele weitere Zeugnisse eines lebendigen Gemeindelebens. Der Dankgottesdienst am 6. Juni wurde von der Band Hashtag, dem Posaunenchor und dem Kirchenchor musikalisch begleitet. An dem sommerlichen Open-Air-Familiengottesdienst um 15.00 Uhr nahm unter den Gästen auch Erzpriester A. Tomjuk von der nahe gelegenen Russischen Gedächtniskirche teil.

Bereits vor 20 Jahren, am 16. Mai 2005, hatte Erzpriester A. Tomjuk an einer feierlichen Andacht auf dem Baugelände in Leipzig-Thonberg teilgenommen, auf dem die Erlöserkirche später errichtet wurde.

8. Mai 2026. 81. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges

Mit einer Gedenkzeremonie auf dem Ostfriedhof erinnerte die Stadt Leipzig am 8. Mai an das Ende des Zweiten Weltkrieges, in dem mehr als 60 Millionen Menschen aller Nationen ums Leben kamen. Vor allem über 27 Millionen Bürger der Sowjetunion fielen dem Krieg zum Opfer. An der öffentlichen Veranstaltung nahmen die Kulturbürgermeisterin Dr. Skadi Jennicke, Vertreter der Fraktionen des Stadtrates und Konsularkorps, der christlichen Kirchen sowie weiterer Verbände der Stadt teil.

Eine der Stationen der Gedenkveranstaltung war das Ehrenmal für russische bzw. sowjetische Kriegsteilnehmer und KZ-Häftlinge.

Im Namen der Russischen Gedächtniskirche nahmen auch Erzpriester Alexei Tomyuk und Snezhana Heim-Schmidt teil. Fotos: © DIE LINKE. Leipzig 

9. Mai 2026. Gedenkandacht zum Tag des Sieges

Am 9. Mai wurde auf dem russischen bzw. sowjetischen Ehrenhain des Ostfriedhofs Leipzig eine Gedenkandacht abgehalten. Dort sind viele russische Angehörige bzw. Landsleute, Soldaten und Offiziere, aber auch Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene aus der UdSSR bestattet, die während der Kriegsjahre in Leipzig ums Leben kamen.

Anschließend wurden am Ehrenmal Blumen niedergelegt. An dem von Erzpriester Alexej Tomjuk geleiteten Gottesdienst nahmen etwa 15 Teilnehmer teil – Gläubige der Russischen Gedächtniskirche zu Leipzig sowie der Vertreter der Russischen Botschaft.

14. Mai 2026. Versammlung der Geistlichen des Ostbezirks der Berliner Diözese

Am 14. Mai fand im Pfarrhaus der Kirche der Heiligen Apostelgleichen Konstantin und Helena in Tegel eine Pastoralversammlung der Geistlichen des Ostbezirks der Berliner-Deutschen Diözese statt. Vor Beginn der Veranstaltung hielt der Kirchenvorsteher, Erzpriester Sergij Silaganow, eine Andacht.

Die Teilnehmer der Versammlung, die aus Dresden, Leipzig, Potsdam, Rostock, Frankfurt (Oder), Halle, Weimar und anderen Städten des Ostkirchenbezirks nach Berlin angereist waren, wurden vom Leiter der Diözese von Berlin und Deutschland, Erzbischof Tichon von Ruza, begrüßt.

Es referierten: Priester Evgeny Murzin: „Beichte vor der Kommunion: Häufigkeit, Vorbereitung, Einzelfälle“; Priester Maxim Judakov: „Der Seelsorger und der moderne Mensch: Die Krise der religiösen Sprache; wie man über Gott außerhalb der ‚innerkirchlichen Sprache‘ spricht“;
Priester Oleg Beltek: „Die Kirche in der Diaspora: zwischen Identitätsbewahrung und Mission“.

Im Anschluss an die Vorträge fand eine Diskussion statt.

Zum Abschluss erörterten die Teilnehmer der Versammlung verschiedene Fragen des Gemeindelebens im Dekanat. Das Östliche Dekanat der Berliner-Deutschen Eparchie umfasst 22 Gemeinden und Gemeinschaften. Die Zahl der Geistlichen beträgt 29 Personen. Davon sind 20 Priester und 9 Diakone. Auch der Erzpriester Alexej Tomjuk, Hauptgeistliche der Russischen Gedächtniskirche, nahm an dem Treffen in Berlin teil.

18. Mai 2026. Beerdigung von Benjamin Klass

Am 18. Mai fand in der unteren Kapelle der Gedächtniskirche zu Leipzig das Totenamt für das aktive Gemeindemitglied Herrn Benjamin Klass statt. Viele Jahre lang war er Mitglied der Gemeinde und als stets fröhlicher, freundlicher und hilfsbereiter Mensch bekannt. Zum Abschied waren viele seiner Freunde und Bekannten aus dem Kirchenkreis gekommen.

Er hinterlässt nicht nur seine Familie und Freunde, sondern auch viele weitere Menschen, die um ihn trauern. Am selben Tag wurde Veniamin auf dem russischen Teil des Leipziger Ostfriedhofs beigesetzt – einer Ruhestätte, auf der seit den 1940er Jahren zahlreiche Gemeindemitglieder und Geistliche der Gedächtniskirche ihre letzte Ruhe gefunden haben. Die Trauerfeier wurde von Erzpriester Alexey Tomyuk, dem Rektor der Russischen Gedächtniskirche, geleitet.

19. Mai 2026. Kleinere Reparaturen an der Gedächtniskirche

In der 21. Kalenderwoche wurden mit Hilfe fleißiger Gemeindemitglieder, die sich in der Kirche engagieren, kleinere Reparaturen im Kirchhof und auf den Grünflächen durchgeführt.

19. April 2026. Osterfest für Kinder.

Die Kindergruppe der Gedächtniskirche lädt Kinder und Jugendliche gemeinsam mit ihren Eltern herzlich zu Vorbereitungstreffen sowie zur gemeinsamen Feier des Lichten Festes der Auferstehung Christi – Ostern 2026 – ein. Das Osterfest für Kinder findet am Sonntag, den 19. April, statt. Nach der Göttlichen Liturgie laden wir alle herzlich zu einem freudigen österlichen Beisammensein und zur Feier ein.

Die Vorbereitungstreffen finden am 28.02., 21.03., 04.04. und 18.04.2026 jeweils von 10:00 bis 11:00 Uhr im unteren Raum der Gedächtniskirche statt. Im Rahmen der Vorbereitung erwarten euch gemeinsame kreative Aktivitäten und Freude am gemeinsamen Miteinander. Wir würden uns sehr freuen, euch begrüßen zu dürfen!

Die Osterfeier für die Kinder am 19. April war ein voller Erfolg. Sechzehn Kinder wirkten in der Osteraufführung mit, genauso viele saßen mit ihren Eltern im Publikum.

Im Anschluss gab es für alle Tee und Snacks.

14 April 2026. Bischöflicher Gottesdienst in Berlin.

Am 14. April, am Dienstag der Osterwoche, hielt Erzbischof Tichon von Ruza, Leiter der Diözese von Berlin und Deutschland, die Göttliche Liturgie in der Berliner Auferstehungskathedrale. Seiner Eminenz konzelebrierten der Sekretär der Diözese und Geistlichkeit aus Berlin und anderen Städten Deutschlands.

Beim kleinen Einzug auf Anordnung S.H. Patriarch Kyrill wurde eine Reihe von Geistlichen für ihren eifrigen Dienst an der Kirche mit hierarchischen Auszeichnungen geehrt.

Nach dem Kommunionvers verlas Priester Evgenij Murzin die Osterbotschaft von Erzbischof Tichon.

Zum Abschluss der Liturgie fand eine Prozession die Weihe des Grundsteins, an der Stelle des zukünftigen Gemeindehaus statt, das neben der Kathedrale errichtet werden soll. Zum Ende des Festes Namen gratulierte der Erzpriester M. Divakov dem Bischof zum Osterfest und überreichte ihm einen Blumenstrauß, im Namen des Klerus und aller Gemeindemitglieder. Im Namen der Russischen Gedächtniskirche zu Leipzig nahm der Erzpriester Alexej Tomjuk an diesem Gottesdienst teil.

Erzpriester Georgij Wassiljewitsch Romanowitsch (1890–1975)

Im Februar 2025 jährte sich zum 80. Mal der Todestag des Erzpriesters Georgij Wassiljewitsch Romanowitsch. Sein langer Lebensweg begann in der Provinz Bukowina, zur Zeit der Österreichisch-Ungarischen Monarchie. Nach dem Abschluss einer Universitätsausbildung widmete er sein Leben dem Dienst an der Kirche – zunächst in seiner Heimat und später in der Russischen Gedächtniskirche zu Leipzig.

Vater Georgij erlebte den Ersten Weltkrieg, oder Aufenthalts in einem Lager während des Zweiten Weltkriegs. Nach dem Krieg blieb er in Leipzig und übte 30 Jahre lang seinen seelsorgerischen Dienst in der Gemeinde der Russischen Gedächtniskirche aus, die aus den verschiedensten Nationalitäten bestand. Er diente den Gläubigen unter den schwierigen Bedingungen der atheistischen Staatsmacht der DDR und öffnete zugleich die Kirche für Christen verschiedener Konfessionen sowie für Gäste der Stadt. Zusammen mit dem Kirchenältesten Wolkow kümmerte er sich um den Erhalt und die Restaurierung der Kirche, darunter um die Erneuerung der Vergoldung der Kuppel und um die Erweiterung des kirchlichen Inventars.

Als wichtigste Vorsatz von Vater Georgij war das geistlichen Leben der Kirche: der regelmäßigen Gottesdienste und Sakramente, sowie das Gebet für die russischen Soldaten, die in der Völkerschlacht sowie im Großen Vaterländischen Krieg gefallen waren.

Er setzte sich sehr dafür ein, die Kirche als geistliches und kulturelles Bauwerk im Besitz der Russischen Orthodoxen Kirche zu bewahren. Für seinen Dienst und Hingabe an die Kirche wurde der Erzpriester mit kirchlichen Auszeichnungen geehrt.

Der Erzpriester Georgij Romanowitsch diente der Kirche 57 Jahre lang. Er verstarb am 22. Februar 1975. Seine letzte Ruhestätte fand er neben seiner Frau Natalia auf dem russischen Gräberfeld des Ostfriedhofs in Leipzig.

Den vollständigen Text des Artikels in russischer Sprache können Sie hier lesen… 

6. – 7. Januar 2026. Weihnachten in der Russischen Gedächtniskirche

Am 6. und 7. Januar, dem ersten Weihnachtsfeiertag nach dem julianischen Kalender, fanden in der Gedenkkirche Weihnachtsgottesdienste statt. Kinder der Gemeinde führten ein Weihnachtsstück sowie Lieder und Gedichte auf. Anschließend kamen sie gemeinsam mit den Gemeindemitgliedern zu traditionellem Tee und kleinen Buffet zusammen. Auch der regionale Radiosender berichtete mit kurzem Interview über die Weihnachtsfeier in der Russischen Kirche zu Leipzig.

Am 6. Januar sangen die Kinder der Gemeinde nach dem Abendgottesdienst vor der Kirche Weihnachtslieder. Wie in den Vorjahren kamen dabei Spenden in Höhe von ca. 800 Euro zusammen. Diese wurden zur Unterstützung der Sozialarbeit an das Martha-und-Maria-Kloster in Moskau geschickt.

1.–2. Dezember 2025. Erzbischof Tichon besucht Leipzig

Der Erzbischof Tichon von Rusa, der Vorsteher der Berliner Diözese der Russischen Orthodoxen Kirche in Deutschland, besuchte die Stadt am 1. und 2. Dezember.

Am Abend des 1. Dezember besuchte Seine Eminenz das Neue Rathaus Leipzigs, wo er sich mit Bürgermeisterin Dr. M. Münch traf. Am folgenden Tag hatte der Erzbischof ein weiteres Treffen mit der Leitung des Kulturamtes. Bei den Gesprächen wurden Fragen erörtert, die mit dem besonderen Status der Gedächtniskirche in Leipzig zusammenhängen.

Die Vertreter der Stadt betonten die besondere Stellung der historischen Gedächtniskirche im kulturellen und gesellschaftlichen Leben. Auf seiner Dienstreise wurde der Erzbischof von Priester Roman Banak (Russische Hl.-Simeon-Kirche in Dresden) und Erzpriester Alexij Tomjuk, dem Vorsteher der Russischen Gedächtniskirche, begleitet.

Vor der Abreise verrichteten Seine Eminenz mit der Klerus Gebete in der Kirche des hl. Alexij.

18. November 2025. Der Erzbischof Tichon von Ruza hielt die hl. Liturgie in der Kathedrale zu Berlin

Am 18. November, dem Gedenktag des Hochheiligen Tichon, Patriarchen von Moskau und ganz Russland und der Väter des Landeskonzils der Russischen Kirche von 1917-1918, hielt der Leiter der Berliner Diözese der Russischen Orthodoxen Kirche, Erzbischof Tichon von Ruza, die Göttliche Liturgie in der Kathedrale zu Berlin.

Seiner Exzellenz konzelebrierten Erzpriester Georgi Antoniuk und Alexi Tomjuk, von der Russischen Gedächtniskirche zu Leipzig. Nach der Liturgie hielt Erzbischof Tichon eine Predigt.

23. November 2025. Abendandacht der syrisch-orthodoxen Gemeinde

Am Samstagabend, dem 23. November, haben die Gläubigen der syrisch-orthodoxen Gemeinde in Leipzig im Erdgeschoss der Russischen Gedächtniskirche eine Abendandacht gefeiert. Der Gottesdienst war dem Beginn des Weihnachtsfastens gewidmet und wurde vom Priester Rabih Nassour, Vorsteher der Leipziger Gemeinde der Antiochenisch-orthodoxen Metropolie in Deutschland, eingeleitet.

Seit den 1920er Jahren feiert das Antiochenische Patriarchat die Feiertage nach dem neuen, gregorianischen Kalender. Nach diesem Kalender beginnt das Weihnachtsfasten bereits am 15. November.

***

Die rum-orthodoxe Christen kamen nach Europa in den 1960-1970er Jahren. Sie stammen aus Syrien, Libanon, Palästina, Jordanien und Irak, vor allem aber aus der Hatay-Provinz in der Südosttürkei mit Hauptstadt Antakya, dem historischen Antiochia. Diese Gegend gilt als der Gründungsort ihrer Mutterkirche und gehört zu den ruhmreichsten Wiegen des Christentums. Heute vereint die Antiochenisch-Orthodoxe Metropolie in Deutschland, mit Sitz in Köln ca. 24.000 rum-orthodoxe Mitglieder.

2-3 Oktober 2025. Gemeinsame Pastoralkonferenz der Geistlichen in Krefeld

Am 2-3 Oktober fand Krefeld eine gemeinsame Pastoralkonferenz der Geistlichen der Russischen Orthodoxen Kirche in Deutschland statt.

Zur ersten Sitzung wandten mit Grußworten sich der Leiter der Diözese von Berlin und Deutschland, Erzbischof Tichon von Rusa, sowie Bischof Job von Stuttgart (Russ. Auslandskirche) an die Teilnehmer. Im Laufe des Tages wurden folgende Referate gehalten:

• Das Konzil von Nicäa als Grundlage kirchlicher Einheit in der orthodoxen Diaspora;
• Die Relevanz des Ökumenischen Konzils von Nicäa für die pastorale Arbeit in Deutschland;

• Elternrechte und Pflichten der Kinder in Deutschland.

Am Morgen des 3. Oktober, dem Festtag aller Heiligen der Deutschen Lande, zelebrierten der Erzbischof Tichon von Rusa, und Bischof Job die Göttliche die hl. Liturgie, an die Geistliche beider Diözesen teil nahmen.

Nach dem Kommunionvers hielt Priester Roman Bannak eine Predigt über die Heiligen der deutschen Lande und ihre Bedeutung für das kirchliche Leben heute.

Im Anschluss an die Liturgie wurden folgende Referate gehalten:

• Das Sakrament der Beichte – Probleme und Lösungen in der heutigen Praxis;
• Ekklesiologie: die Grenzen der Kirche und ihre praktische Bedeutung.

Zum Abschluss der Konferenz hatten die Geistlichen Gelegenheit die aktuellen Aspekte der pastoralen Arbeit und des kirchlichen Lebens zu erörtern.

Der Erzpriester A. Tomjuk, der die Russische Gedächtniskirche in Leipzig vertrat, nahm am Programm der Veranstaltung teil.

18. Oktober 2025. Gemeindefest in Leipzig

Am 18. Oktober, dem Festtag der heiligen Hierarchen von Moskau, wurde in der Russischen Gedächtniskirche zu Leipzig die Göttliche Liturgie gefeiert. Ihr standen Erzpriester Georgij Antonjuk aus der Berliner Diözese sowie Alexij Tomjuk, Vorsteher der Leipziger Kirche, zusammen mit vielen Gästen vor.

Anschließend fanden in der Kirche ein gemeinsames Teetrinken und Einzelgespräche mit Gemeindemitgliedern statt. Am Nachmittag wurde in der Kirche ein Gedenkgottesdienst für die in der Völkerschlacht gefallenen Soldaten gefeiert.

18. Oktober 2025. Gedenkzeremonie zum Jahrestag der Völkerschlacht in Leipzig

Am 16.-18. Oktober 1813 fand bei Leipzig die entscheidende Schlacht der Napoleonischen Kriege an, die in die Geschichte als Völkerschlacht eingegangen ist. Mehr als 127.000 russische Krieger nahmen daran teil, angeführt vom russischen Kaiser Alexander Pawlowitsch I. Russische Soldaten und Kosaken spielten eine wichtige Rolle in der Schlacht, die über das Schicksal europäischer Staaten und Völker entschied. Zum Gedenken an diese Ereignisse und an die Gefallenen bei Leipzig wurde im Jahr 1913 die Gedächtniskirche des Russischen Ruhms, zum Hl. Alexei von Moskau, eingeweiht.

Am 18. Oktober 2025 fand in Leipzig eine feierliche Gedenkzeremonie statt, die dem 212 Jahrestag der „Völkerschlacht“ gewidmet war. An der Veranstaltung beteiligten sich der Botschafter der Russischen Föderation in Deutschland Sergej Netschajew, Mitarbeiter der russischen diplomatischen Mission, unter anderem aus der Abteilung für Kriegsgräberfürsorge und Gedenkarbeit, Vertreter der Russisch-orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats, sowie der Kosaken-Gemeinschaften aus ganz Deutschland.

In der Russischen Gedächtniskirche der Russischen Ehre, die im Jahre 1913 zum Gedenken an die Völkerschlacht errichtet wurde, fand ein Gedenkgottesdienst statt. Anschließend wurden in der Krypta der Kirche, am Grab der russischen Soldaten, die in der Schlacht bei Leipzig gefallen sind, Kränze und Blumen niedergelegt.

In seinem Grußwort an die Anwesenden dankte der Botschafter Netschajew dem Vorsteher der Kirche, Alexij, und der Kosakengemeinschaft in Deutschland für die sorgfältige Bewahrung des russischen historischen Erbes und für die Pflege der Ruhestätte der hier gefallenen russischen Soldaten.

Nach der Veranstaltung besuchten die russischen Diplomaten den Ehrenhain auf dem Ostfriedhof Leipzigs, wo viele sowjetischen Soldaten, gefallenen im Großen Vaterländischen Krieg 1941–1945 beigesetzt wurden.

© Rus. Botschaft in Berlin

17. September 2025. Das neue Studienjahr an der Orthodoxen Fernschule hat begonnen

Im September begann an der Orthodoxen theologischen Fernschule der Unterricht. Dieser wird in zwei Kursen angeboten: dem Katechesekurs „Einführung in die Orthodoxie“ und dem dreijährigen theologischen Kurs „Vertiefung in den orthodoxen Glauben“.

Der Unterricht wird von 19 qualifizierten Dozenten erteilt, welche zu orthodoxen autokephalen Kirchen, u.A. der Russischen, Griechischen, Rumänischen angehörenen.

Ebenso wurden für den Unterricht benötigte Lehrbücher in deutscher Sprache herausgegeben. Die Anmeldung bzw. die genauen Informationen finden Sie auf der Webseite: www.orthodoxe-fernschule.de

7. September 2025. Beitrag zu den Interkulturellen Wochen 2025 in Leipzig: Russische Kirche öffnet ihre Türen

Vom 22. August bis 28. September finden in Leipzig die Interkulturellen Wochen statt. Sie wurden am Burgplatz mit einer Feier am Freitag, den 22. August eröffnet. Schwerpunk war diesmal das 50-jährige Jubiläum der deutsch-vietnamesischen Beziehungen. Der jährliche Beitrag zu den interkulturellen Programm war am Sonntag, dem 7. September die öffentliche Führung durch die russisch-orthodoxe Kirche des Erzpriesters Tomjuk vorgenommen. Thema der Führung war die Gedächtniskirche, als Ort geistiger Inspiration und Kultur darzustellen, und den Interessierten Einblicke in die russische Glaubenswelt zu ermöglichen.

Wie bei anderen Kirchen der Stadt hatte diese Veranstaltung zum Ziel, den interreligiösen und interkulturellen Austausch zu fördern und ein besseres Verständnis zu schaffen.

14. September 2025. Tag des offenen Denkmals

Auch im Jahr 2025 nahm die Russisch-Orthodoxe Gedächtniskirche zu Leipzig am Programm des deutschlandweiten Denkmaltags wieder teil. Die Gedächtniskirche wurde 1913 geweiht, zum Gedenken an 22.000 russische Soldaten, die in der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 gefallen sind. Die Kirche ist kulturhistorisch wie liturgisch ein wertvolles Objekt, mit der Ausstattung eines Kirchenraums von hoher Ikonenwand mit 78 Ikonen aus den Jahren 1912–1913. Sie ist anscheinend eine der schönsten Sakralbauten der Stadt. In den Jahren 2012–2014 wurde die Restaurierung ihrer kostbaren Ausstattung unter Anderen durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz gefördert.

Die Führung durch das Denkmal wurde vom Erzpriester Tomjuk übernommen.

22. September 2025. Ökumenisches Gebet in Leipzig

Im Rahmen der Interkulturellen Wochen 2025 fand am Montag in der Nikolaikirche Leipzig ein ökumenisches Friedensgebet unter dem Motto „Integration miteinander teilen, voneinander lernen“ statt. Zu der Andacht, die vom Stadtökumenekreis Leipzig organisiert wurde, versammelten sich Vertreterinnen und Vertreter der reformierten, evangelischen und katholischen Gemeinden. Auch die Russische Gedächtniskirche zu Leipzig ist seit mehreren Jahren Teil dieses Kreises. Erzpriester Tomjuk sprach bei der Feier ein Gebet, das den Gedanken der Integration und des friedlichen Miteinanders aufgriff. Die Veranstaltung setzte ein sichtbares Zeichen für respektvolles Zusammenleben in der vielfältigen Stadtgesellschaft.

Juli 2025. Die Reparatur der historischen Leuchter ist abgeschlossen

Im Juli 2025 wurde die Reparatur (Teilrestaurierung) zweier antiker Leuchter abgeschlossen, die vor der Ikonostase im unteren Raum der Russischen Gedächtniskirche stehen. Eine externe Bewertung ergab, dass beide Messingleuchter mit antiker Verarbeitung im Laufe der Zeit bereits teilweise repariert worden waren. Es wird angenommen, dass die Leuchter ursprünglich vor etwa 200 Jahren aus St. Petersburg nach Weimar gelangten. Zusammen mit der Ikonostase und weiteren Gegenständen befanden sie sich einst in der russischen Hauskirche der russischen Großfürstin Maria Pawlowna (†1859), späteren Großherzogin von Sachsen-Weimar-Eisenach.

Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts wurden in dieser Hauskirche, die sich im Haus der Baronin von Stein befand, russisch-orthodoxe Gottesdienste immer noch abgehalten – bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs.

Seit Anfang der 1930er Jahre gelangten einige dieser Gegenstände in die Russische Gedächtniskirche in Leipzig.

Links: Ausschnitt aus einer Fotografie von 1896 aus der russischen Hauskirche in Weimar, erbaut Anfang des 19. Jahrhunderts.

Rechts: Restaurierte Kerzenständer aus der Hauskirche in Weimar, neben einer Ikone aus derselben Kirche (Leipzig, 2025)