Mai 2018. Russische Gedächtniskirche zu Leipzig: Projekt „Muttersprache“ erfolgreich abgeschlossen

Mai 2018. Russische Gedächtniskirche zu Leipzig: Projekt „Muttersprache“ erfolgreich abgeschlossen

Im Mai 2017 startete auf der Basis der Kinder – und Jugendgruppe der Russischen Gedächtniskirche zu Leipzig das Projekt „Muttersprache“. Die Durchführung des Projekts wurde dank der finanziellen Unterstützung des Fonds „Orthodoxe Initiative“ ermöglicht und fand ihren feierlichen Abschluss am orthodoxen Weihnachtsfest im Januar 2018.

Das Hauptanliegen dieses Projekts war die Heranführung der Teilnehmer mit und ohne Russischkenntnisse an systematische Auseinandersetzung mit russischer Sprache und Literatur. Die Besonderheit lag in der engen Verknüpfung mit orthodoxen Perspektive sowohl im inhaltlichen, als auch im methodischen Bereich. Die Maßnahmen des Projekts orientierten sich thematisch am kirchlichen Jahreszyklus und umfassten zahlreiche Theater- und Bastelwerkstätten, aber auch wöchentlichen Sprachunterricht.

7.Mai 2018. Erzbischöflicher Besuch in Leipzig.

Am Montag, den 7. Mai, bereisten Erzbischof Tichon von Podolsk, das Oberhaupt der Berliner Diözese der Russischen Kirche, und Erzpriester Petr Stepanov die Russische Gedächtniskirche zu Leipzig. Hier in der oberen Kirche vollzog der Oberhirte zusammen mit den Geistlichen, die Taufe eines Kindes aus der Kirchengemeinde. Im Anschluss an dem Gottesdienst genossen alle die Gastfreundschaft der Familie.

7.Mai 2015. Gedenken anlässlich des 73. Jahrestages der Befreiung Europas.

Am 7. Mai wurde zum 70. Mal an die Befreiung Europas vom Faschismus auf dem Ostfriedhof Leipzigs gedacht. Hier, am russischen Ehrenhain, wurde an das Ende des Zweiten Weltkrieges vor allem durch verschiedene Gedenkreden, russische Lieder des Großen Vaterländischen Krieges und auch durch eine Kranzniederlegung öffentlich erinnert.

Vor den Anwesenden sprachen H. Schmidt, Vorstandsvorsitzender des Deutsch-Russischen Zentrums Sachsen e.V., R.Gebhardt, MdL, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag. Der Erzpriester A.Tomjuk der Russischen Gedächtniskirche zu Leipzig verlass zu diesem Anlass einen Psalm in russischer Sprache.

8. Mai 2018. Gedenkveranstaltungen in Leipzig.

Am 8. Mai wurde in Leipzig an die gefallenen Russen erinnert, die im Laufe des 2. Weltkrieges für die Befreiung von der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft sowohl in Russland, als auch in Deutschland (1941-1945), ihr Leben geopfert haben oder auch in Gefangenschaft und durch Sklavenarbeit gestorben sind.

An diesem Tag nahm der Erzpriester Alexij Tomjuk, der Hauptgeistliche der Russischen Gedächtniskirche, zusammen mit Gästen und Mitgliedern der Gedächtniskirche an dem Gedenken bzw. an der Kranzniederlegung auf dem Ostfriedhof Leipzigs, teil.

Am Nachmittag wurden die Kirchenvertreter vom Generalkonsul der Russischen Föderation, Herrn Andrew J. Dronow, unter anderen Gäste zu einem Empfang im Russischen Konsulat eingeladen.

8.April 2018. Orthodoxes Ostern in Leipzig.

Am 8. April feiert in der Russischen Gedächtniskirche zu Leipzig ihre Gemeinde das Osterfest. Wie auch in allen anderen russischen Kirchen, wird hier vom 7. zum 8. April der Mitternachtsgottesdienst gefeiert. Nach der Liturgie werden Kulitsch, Pas’cha und die gefärbten Eier durch Besprengen mit hl. Wasser und mit einem Gebet gesegnet. Bei einer von der Gemeinschaft gegebenen Teestunde haben die Gläubigen und die Gäste die Gelegenheit sich miteinander zu treffen.

Zudem wird in der Gedächtniskirche ein Osterfest für die Kindergruppe zum 1. Sonntag nach Ostern, den 15. April vorbereitet. Zum Osterfest bereitet die Kindergruppe eine Aufführung von Liedern und Gedichten vor.

Januar-Februar 2018. Aus dem Leben der Russischen Gedächtniskirche.

24.Februar 2018. Erzbischöflicher Besuch in Leipzig.

Am 24. Februar, den 1. Samstag des Großen Fastens, stattete der Erzbischof Tichon von Podolsk, das Oberhaupt der Berliner Diözese der Russischen Kirche, der Gemeinde der Russischen Gedächtniskirche zu Leipzig, einen Pastoralbesuch ab. Er feierte die Liturgie zusammen mit dem Erzpriester Georgij Antonjuk und Alexij Tomjuk, dem Gemeindevorsteher. Nach der Liturgie wurde ein Gedenkgottesdienst zu Ehren der in der Völkerschlacht 1813 gefallenen Russen gefeiert. Die Feier endete mit einer freundschaftlichen Teestunde in der Pfarrei. Am Nachmittag wurde der Erzbischof Tichon vom russischen Generalkonsul in Leipzig, Herrn Andrej Dronov in seiner Residenz freundlich empfangen.

21.Februar 2018. Die Bauzeichnung der Ikonenwand der Russischen Gedächtniskirche wird neu erstellt.

Die Zeichnung wurde in einem angepassten Maßstab angefertigt, sodass die Größe und alle Details der Ikonenwand erfasst werden.

Die Ikonostase wurde in detaillierter Ansicht dargestellt, auch Seitengrundrisse sind Teil der Zeichnung. Die sonst nicht sichtbare Konstruktion sowie einzelne Bauteile konnten dadurch gut gekennzeichnet werden. Die einzelnen Bauteile wurden durch eine Bemessung quantifiziert. Bei den 2017 vom Architektenbüro durchgeführten Messungen, konnten alle notwendigen Informationen zum Aufbau festgehalten werden.

Da weder der Entwurfsplan aus dem Jahre 1912, noch die Ausführungsplanung des Architekten Wladimir Pokrowskijs von vor 100 Jahren erhalten geblieben sind, ist die vom Architektenbüro 2017 durchgeführte Arbeit bzw. der erstellte Bauplan der Ikonostase von großer Bedeutung. Die Zeichnung wird beim Verständnis und der Erhaltung des künstlerischen Objekts hilfreich sein.

14.Februar 2018. In der Russischen Gedächtniskirche startet ein Temperaturmessungs-projekt.

In der Russischen Gedächtniskirche wird derzeit ein Klima-, Holzfeuchte- und Temperaturmessungs-projekt (geplant bis Ende 2019) vom Dresdener IHD Institut durchgeführt. Dieses Projekt soll die Auswirkung des Raumklimas auf die Statik der Ikonenwand der Gedächtniskirche erforschen. Die Studie dazu wird im Institut für Holztechnologie GmbH, IHD Dresden, im Auftrag des Landesamtes für Denkmalpflege Sachsen, geführt.

Februar 2018. Webseite der Russischen Gedächtniskirche zu Leipzig wurde aktualisiert.

Anfang 2018 aktualisierte die Gedächtniskirche ihre Webseite im Internet. Genau vor 20 Jahren (1998) öffnete die Russische Gedächtniskirche als erste russische Gemeinde in Deutschland ihre Webseite im globalen Netzwerk.

Die Eröffnung wurde dem 85. Jahrestag der Gedächtniskirche (1998) gewidmet. Es enthielt Informationen zum Denkmal und über den anderen russischen Kirchen in Deutschland, Materialien zur Geschichte der Diözese der Russischen Kirche in Deutschland, sowie ein Gottesdienstkalender, Reproduktionen von Ikonen und Gemälden. Auf der Seite befinden sich auch Materialien zur Geschichte der Russisch-Orthodoxen Kirche in BRD und ihr Glaubensbekenntnis in Deutschland seit dem 18. Jahrhundert bis heute.

Im Laufe der Zeit eröffnete die Gemeinde mit Unterstützung ihrer Mitglieder die Seiten für russische Gemeinden od. Kirchen in Halle, Chemnitz und Weimar (diese wurde ca. 2 Jahre betrieben), aber auch die Seiten „Orthodoxer Kalender“, „Bibliothek“, „Stimme der Orthodoxie“. Derzeit werden alle diese Internetprojekte aktualisiert.

An den Webseiten arbeiten, wie auch in den vorigen Jahren, Gemeindemitglieder und Vertraute der Leipziger Gedächtniskirche.

Die Version der Seite des Russischen Denkmals wurde dagegen schon zum Februar 2018 aktualisiert, und wurde für Gemeindemitglieder und Besucher des Denkmals bequemer gestellt.

© www.russische-kirche-l.de

Februar 2018. Pastoralkonferenz der Berliner Diözese der Russischen Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats in Hamburg. An der Konferenz nahm auch der Erzpriester der Russischen Gedächtniskirche zu Leipzig teil.

Januar 2018. Veröffentlichung eines Artikels über Russ. Gedächtniskirche zu Leipzig.

Die Leipziger Zeitung berichtet zur Beendigung der Restaurierung der sechs oberen Reihen der Ikonostase der Russischen Gedächtniskirche zu Leipzig («Gedächtniskirche – Ikonenwand wieder zu sehen», Leipziger Volkszeitung, LVZ-Leipzig, 23.01.2018, S.14).

7.Januar 2018. Weihnachtsfest in Chemnitz.

Zum 1. Weihnachtstag am 7. Januar fand in der Chemnitzer Gemeinde der Berliner Diözese der Russisch-Orthodoxen Kirche, eine Weihnachtsfeier statt. Den Gottesdienst, der Vesper wurde für Gemeindemitglieder von ihrem Pfarrer A.Tomjuk (St. Alexis-Gedächtniskirche zu Leipzig) zelebriert. Regelmäßige Gottesdiensten werden zurzeit an dem letzten Wochenende (Freitag-Samstag) des Monats zelebriert. Nach der Vesper bereiteten die aktiven Mitglieder der Pfarrei ein brüderliches Gastmahl vor.

 

6.Januar 2018. „Russisch-Orthodoxe in Sachsen feiern jetzt Weihnachten.

„Mit dem Dreikönigstag endet für viele Christen Weihnachten – spätestens am 6. Januar wird die Weihnachtsdekoration weggeräumt. Gemäß alter Tradition bleiben die Krippen oder Weihnachtsbäume manchmal bis zum 2. Februar stehen, dem Tag der Darstellung des Herrn oder Mariä Lichtmess. Anders ist es bei den russisch-orthodoxen Christen: Für sie steht das Weihnachtsfest jetzt erst an, auch in Sachsen.

Für Erzpriester Alexej Tomjuk von der russischen Gedächtniskirche des Heiligen Alexej zu Leipzig gibt es zwar den zeitlichen Unterschied, der religiöse Anlass für Weihnachten ist jedoch in allen Kirchen gleich: „Wie bei anderen Christen werden auch bei uns Gottesdienste gefeiert für Christus, welcher zu uns vom Himmel gekommen ist und bei uns geboren wurde – ein Menschensohn für unser Heil. Lobpreis für Gott ist das Thema des Festes… Man möchte sich schon geistig fit machen für das Fest. Das heißt, man möchte sich vorbereiten auf das biblische Geschehen, mit Besinnung und Buße. (Alexej Tomjuk Erzpriester der Russischen Gedächtniskirche des Heiligen Alexej)

© Russisch-Orthodoxe in Sachsen feiern jetzt Weihnachten, von Wolfram Nagel, 6. Januar 2018, Glaube und Religion, Radio Sachsen. © «MDR Aktuell», video-166192.

Januar 2018. Webseite der Russischen Gemeinde in Chemnitz wurde aktualisiert.

 Zum Jahresanfang 2018 wurde die Webseite der russisch-orthodoxen Gemeinde in Chemnitz im globalen Netzwerk aktualisiert. Diese Webseite wurde für die Gemeinde zu Chemnitz vor 15 Jahren (2003) eingerichtet und enthielt Materialien zum Gemeindeleben in Chemnitz und nützliche Informationen und Kontakte in drei Sprachen.

Die neue Version der Chemnitzer Webseite (vom 2018) soll demnächst ihren Gemeindemitglieder und Interessenten bequemer werden. © www.russische-kirche-c.de

Januar 2018. Webseite der Russischen Gemeinde in Halle an der Saale wurde aktualisiert.

Zum Jahresende 2017 wurde die Webseite der russisch-orthodoxen Gemeinde in Halle an der Saale im globalen Netzwerk aktualisiert. Die Webseite wurde vor 18 Jahren (also 2000) für die Gemeinde in Halle eingerichtet und hat Materialien zu ihrer Hauskirche und zum Gemeindeleben ihrer Hauskirche, sowie den Gottesdienstkalender u.a. enthalten.

Die jetzige Version der Webseite für die Hallenser Gemeinde (vom 2018) soll demnächst ihren Gemeindemitglieder und Interessenten bequemer werden. © www.russische-kirche-h.de

November-Dezember 2017. Aus dem Leben der Russischen Gedächtniskirche.

Dezember 2017. Neue Publikation über die Russische Gedächtniskirche in Moskauer „Bote der Kirchengeschichte“.

Im Dezember 2017 wurde im Moskauer „Vestnik zerkovnoi istorii“ (deut. „Bote der Kirchengeschichte“) ein neuer Artikel zur Geschichte der Russischen Gedächtniskirche und ihrer Gemeinde veröffentlicht: „Erzpr. Tomyuk A.G., Russische Gedächtniskirche zu Leipzig: von der Befreiung Deutschlands bis zur Gründung der DDR (1945-1949)“.

Der Artikel wird auch auf der offiziellen Webseite „Sedmitsa.ru“, d.h. auf dem Internetportal des Moskauer Kirchlichen Wissenschaftlichen Zentrum („Die Orthodoxe Enzyklopädie“) veröffentlicht.

Schon vor einigen Monaten sind in der gleichen Zeitschrift vom selben Autor zwei Artikel zur Geschichte der Russischen Gedächtniskirche erschienen: in den Jahren 1913-1930 (M. 2016. Nr. 1/2) und in den 1930er-1940er Jahren (M. 2016. Nr. 3/4). Damit wurde in drei Artikel die Geschichte der Gedächtniskirche von 1913 bis 1994 beschrieben.

13.Dezember 2017. Die Laboranalyse der Holzteile der Ikonostase der Russischen Gedächtniskirche zu Leipzig wurde abgeschlossen.

Im Dezember 2017 wurde eine umfassende Analyse der Holzproben von Ikonen und Unterkonstruktion der Ikonostase der Russischen Gedächtniskirche durchgeführt. Diese Analyse lief im Rahmen eines großen Restaurierungsprojektes der Ikonenwand der Russischen Gedächtniskirche zu Leipzig, 2016-1017. Die Studie wurde vom September bis November 2017 im Institut für Holztechnologie GmbH, IHD, in Dresden im Auftrag vom Landesamt für Denkmalpflege Sachsen, Dipl. – Rest. Manfried Eisbein, geführt. Der Dipl.-Ing. Philipp Flade war an die zwei bestimmen Holzproben von der Ikonostase angewiesen.

Laut dem Untersuchungsbericht des Instituts (Auftrags-Nr: 1217305) vom 6. Dezember 2017, in der mikroskopischen Untersuchung von den Holzproben aus dem Objekt der Studie, wurden folgende Holzarten identifiziert: Kiefer (Pinus sylvestris) – in der Holzkonstruktion der Ikonostase und Linde (Tilia spp.) – als Unterlage für die Ikonen der Ikonostase.

Beide Holzarten sind sowohl in Russland als auch in europäischer Region weit verbreitet. Ob die untersuchten Proben aus der einen oder aus der anderen Region stammen, lässt sich anhand der mikroskopischen Bestimmungsmerkmale nicht ableiten.

Waldkiefern liefern ein wichtiges Nutzholz und werden in Russland wie in Westeuropa als Bauholz, in Form von Konstruktionsvollholz und Brettschichtholz, als Profilholz, Leisten usw. genutzt. Das Lindenholz, welches in gemäßigtem Klima öfters vorkommt, ist die beste Holzart u.a. für die Herstellung von Ikonenbrettern und wird deshalb traditionell für diesen Zweck in Russland verwendet.

12.Dezember 2017. Neuer Artikel über die Ikonostase der Russischen Gedächtniskirche zu Leipzig ist gedruckt.

Am 12. Dezember wurde im Moskauer Museum Andrei Rublews eine Präsentation des Buches (eines Albums) „Unknown works. Neue Entdeckungen. Sammlung von wissenschaftlichen Artikeln für das Jubiläum des Andrei Rublyov Museum „, vorgestellt. In dieser Publikation zum 70. Jahrestag des Museums wurde u.a. auch ein Artikel über die Ikonostase der Russischen Gedächtniskirche zu Leipzig publiziert. Die Präsentation des Buches fand im Rahmen der wissenschaftlichen Konferenz unter dem Moto „Russische Kunst im Kontext der Weltkultur“, gewidmet dem 70. Jahrestag des Museums, statt.

15.Dezember 2017. „Ikonen in der Russischen Gedächtniskirche nach Restaurierung enthüllt“.

Leipzig – Die Hülle ist gefallen. Zwei Jahre lang war die Ikonenwand in der Russischen Gedächtniskirche mit 10×18 Metern die größte ihrer Art in Europa, außerhalb Russlands – hinter Planen versteckt. Auf einem riesigen Gerüst standen Restauratoren und arbeiteten an dem Mammutwerk. Gestern wurden Gerüst und Planen abgebaut. Nun ist der Blick auf die vor über 100 Jahren von Künstler Jemeljanow geschaffenen 78 Ikonen wie der frei – und sie sehen aus wie frisch gemalt.

Im Laufe der Jahrzehnte hatten sich Risse gebildet, Feuchtigkeit wölbte die Holzschichten, die Ikonen waren verschmutzt und vergilbt. „Die Risse wurden verfestigt und die Malereien retuschiert“, sagt Ortskuratorin Brigitte Kempe-Stecher (68). Eine aufwändige Operation, die rund 700.000 Euro kostet (davon 250.000 Euro Fördermittel von Bund und Land) und für die extra Ikonen-Experten aus Moskau anreisten. Im Herbst kamen Studenten des renommierten Surikov-Instituts nach Leipzig, die speziell die Ikonenmalerei erlernen.

Das erstaunlichste bei der Restaurierung war, dass unter der Weihrauch-Schmutzschicht das Gold fast komplett erhalten war, lediglich freigelegt und geputzt werden musste. Nur an wenigen Stellen mussten winzige Goldpigmente aufgetragen werden. Die Ikonenwand kann wieder besichtigt werden! Nächstes Jahr müssen die Restauratoren noch mal ran, da die unterste Ikonenreihe noch nicht aufgearbeitet worden ist. Gerade wurden dafür 60.000 Euro beantragt. Sobald das Geld da ist, geht’s los. Glanz schön goldig ist’s aber jetzt schon.“ © „Ganz schon goldig! Ikonen in der Russischen Gedächtniskirche nach Restaurierung enthüllt“, von Petra Gebauer, Bild-Leipzig, S.11, 15. Dezember 2017

23.Dezember 2017. Jährliche Gemeindeversammlung in Leipzig

Am 23. Dezember wurde die jährliche Gemeindeversammlung der orthodoxen Gläubigen der Stadt Leipzig der Russischen Gedächtniskirche, durchgeführt. Die Versammlung wurde vom Hauptgeistlichen Erzpriester Alexei Tomjuk, eröffnet. Außer Übersicht des Gemeindelebens seit der letzten Versammlung, wurden auch einige Themen fürs 2018 angesprochen. Die nächste Versammlung der Gemeinde wird im Dezember 2018 stattfinden.

Oktober 2017. Aus dem Leben der Russischen Gedächtniskirche.

4.Oktober 2017. Start des Deutsch-Russischen Begegnungsprojektes in der Russischen Gedächtniskirche.

Am 4. Oktober um 10 Uhr, ist der offizielle Start des Deutsch-Russischen Begegnungsprojektes, für das im Mai dieses Jahres eine Crowdfundingaktion ins Leben gerufen wurde. Studierende des renommierten Moskauer Surikov-Instituts, eine der führenden Kunstschulen Russlands, kommen im Rahmen eines Austauschprojektes im Oktober nach Leipzig. Gemeinsam mit hiesigen Studenten und Restauratoren werden sie an der Restaurierung der Ikonen in der Russischen Gedächtniskirche zu Leipzig mitwirken.

Das Projekt ist eine Mischung aus interkulturellem Austausch und Praxisseminar. Zum Studienaufenthalt gehören Seminare zu Themen des Denkmalschutzes und der Restaurierung. Einer der Ausflüge wird nach Dresden an die Hochschule für Bildende Künste, die Gemäldegalerie und an das Landesamt für Denkmalpflege führen. In Leipzig sind die Moskauer Studierenden zum Stammtisch der Restauratoren eingeladen und sie werden die Gelegenheit bekommen, die Hochschule für Grafik und Buchkunst kennenzulernen.

Das Projekt wird danach zur Denkmalmesse in Moskau, die vom 8.-10.11.2017 stattfindet, vorgestellt. Der vom Filmemacher Peter Barczewski gedrehte Dokumentarfilm über die Restaurierung der Ikonostase in Leipzig wird in Moskau erstmals präsentiert.

4.Oktober 2017. „Deutsch-Russisches Kooperationsprojekt: Mit Gips und Pinsel“

In Reudnitz findet ab heute eine besondere Art des interkulturellen Austauschs statt: Für einen Monat restaurieren Studenten aus Moskau den Innenraum der Russischen Gedächtniskirche St. Alexij zur Russischen Ehre – gemeinsam mit Leipziger Studenten. Stolz steht sie da, mit ihren prunkvollen Verzierungen, verschnörkelten Elementen und der goldenen Kuppel: Die Russische Gedächniskirche zu Leipzig. Doch das war nicht immer so. Denn die Kirche ist bereits über 100 Jahre alt – und hatte eine Sanierung schon seit vielen Jahren nötig.

  • Interkultureller Austausch und praktischer Unterricht

Nachdem im letzten Jahr das marode Dach aufwendig saniert wurde, ist jetzt der Innenraum der Kirche an der Reihe. Speziell zu diesem Zweck haben die Russisch-Orthodoxe-Gemeinde und der Verein „Kunstretter“ ein gutes Dutzend Studenten aus Moskau eingeladen – und zwar zum „Russisch-Deutschen Begegnungsprojekt“. Gemeinsam mit Studenten und Restauratoren aus Leipzig sollen die russischen Kunststudenten dabei helfen, die historischen Ikonen der Kirche zu restaurieren. Das Projekt ist also eine Mischung aus interkulturellem Austausch und praktischem Unterricht. Dazu gehören Seminare zu Denkmalpflege, eine Exkursion nach Dresden – und natürlich auch die eigentliche Restauration der Ikonen in der Gedächtniskirche. Die russischen Studenten sind froh, an dem Begegnungsprojekt teilnehmen zu können: „Ich finde es sehr interessant, an einem Projekt mitzuwirken, an dem zwei verschiedene Länder teilnehmen. Restaurierung hat in jedem Land verschiedene Nuancen.“ /Kunst-Studentin aus Moskau/

  • Neben den Studenten aus Moskau nehmen auch Studenten der Leipziger Kunsthochschule teil.

Darüber hinaus wirken deutsche Kuratoren wie etwa der Mitveranstalter des Projekts, Oliver Tietze, mit. Für ihn steht vor allem der Kontakt zwischen den Teilnehmern beider Länder im Vordergrund: „Die deutschen Restauratoren können ja im Prinzip selbst Holz restaurieren, Farben restaurieren, retuschieren. Aber Ikonen sind ein bisschen mehr als bemalte Holztafeln. Deshalb gefiel mir die Idee, dass russische Studenten gemeinsam mit deutschen Studenten und Restauratoren hier in Leipzig das Konzept erarbeiten – gemeinsam im Austausch.“ /Oliver Tietze, Mitveranstalter des Projekts/

Bis Ende Oktober sind die Studenten aus Moskau gemeinsam mit ihrem Dozenten und Restaurator Alexander Kozmin nun vor Ort. Der Abschluss des deutsch-russischen Begegnungsprojekts findet Anfang November in Moskau statt. Dann wird das Restaurationsprojekt auf der dortigen Denkmalmesse einer breiten Öffentlichkeit präsentiert. /© Magnus Raab, Radio mephisto 97.6/

21.- 22. Oktober 2017. Patronatsfest in Leipzig.

Anlässlich des Festes der hll. Hierarchen von Moskau, Peter, Alexij, Jona, Philipp und Hermogen (18./5. Oktober), des Patronatsfestes der Russischen Gedächtniskirche zu Leipzig, stattete der Dekan der Diözese von Berlin, der Erzpriester Georgij Antonjuk, der Leipziger Gemeinde einen Pastoralbesuch ab. Zum Patronatsfest feierte er die Liturgie zusammen mit dem Erzpr. Alexij Tomjuk (Gemeindevorsteher), Erzdiakon Vitali Sadakow und der Gemeinde die Hl. Liturgie und ein Gedenkgottesdienst zu Ehren der in der Völkerschlacht 1813 gefallenen russischen Soldaten.

Oktober 2017. Veröffentlichung eines Artikels, welcher von der Sanierung der Russischen Gedächtniskirche zu Leipzig in den Jahren 2012-2016 berichtet:

Dr. Rainer Krumrey, „Die Sanierung der Russischen Gedächtniskirche im Zuge des 100. Jahrestages ihrer Einrichtung“, S. 49-52 /in: „Leipzig – Denkmalschutz und Denkmalpflege: Beispiele aus der Praxis Gebundene“; Leipzig 2014 (2016), 92 Seiten, Verlag: Gehrig Verlagsgesellschaft 2016 (2014), ASIN: B016H46GQY/.

29.Oktober 2017. Konzert für russischen Teilnehmer/innen anlässlich ihres Engagements an der Restaurierung der Ikonostase Russischen Gedächtniskirche.

Am Sonntagabend, den 29. 10. 2017, gab der Gemeindechor unter der Leitung Konstantin Kosakewitsch ein Konzert, welcher der Beendigung eines deutsch-russischen Seminars galt. Vor dem Chorgesang wandte sich der Generalkonsul der Russischen Föderation zu Leipzig, Andrej Dronov mit einem Grußwort an die Gemeinschaft und die russischen Gäste. Im Konzert des Chores wurden alte sowie moderne russische geistige Gesänge aufgeführt.

31.Oktober 2017. Festakt anlässlich des 500. Jahrestags der Reformation in Wittenberg.

Oktober lud die Evangelische Kirche in Deutschland die Vertreter der Öffentlichkeit und christlicher Kirchen zum Festakt anlässlich des 500. Jahrestages der Reformation nach Wittenberg. An der Veranstaltung in der Wittenberger Schlosskirche anschließend auch an dem Festakt, nahmen u.a. die Vertreter aus Kirche und Politik, darunter Bundeskanzlerin A. Merkel, die Staatspräsidenten von Deutschland und Ungarn, der Ministerpräsident Sachsen-Anhaltsund die Bundeskulturministerin teil. An der Festveranstaltung nahm in der Vertretung der Diözese von Berlin, der Russischen Orthodoxen Kirche, der Erzpriester Alexej Tomjuk, der Hauptgeistliche der Russischen Gedächtniskirche zu Leipzig, teil.

September 2017. Aus dem Leben der Russischen Gedächtniskirche.

September 2017. Moskauer Publikationen über die Ikonostase der Russischen Gedächtniskirche zu Leipzig.

Im September 2017 wurden in der Moskauer Zeitschrift „Bote des Orthodoxen Universität des hl. Tichon, zur Geschichte und Theorie der christlichen Kunst“ ein Artikel über die Ikonostase der Russischen Gedächtniskirche zu Leipzig, über seine Geschichte und künstlerische Werte veröffentlicht. Der Artikel heißt: Belik Z.G, Die Ikonostase der Russischen Gedächtniskirche des hl. Alexij zu Leipzig: Geschichte ihrer Schöpfung und kunsthistorische Bedeutung // Vestnik PSTGU. 2017. (1 a.l.). Verlag der Orthodoxen hl. Tichon Humanitären Universität, Juli-August-September 2017, S. 89-110.

Die zweite Veröffentlichung über die Leipziger Ikonostase heißt: Belik Z.G., Ikonenmaler N.S. Emeljanow und seine Arbeit für die Russische Gedächtniskirche zu Leipzig // Werke des Zentralen Museums für Altrussische Kultur und Kunst des Andrei Rublew. 2017. (1 a.l.). S. 482-509, vorbereitet für die Jubiläumssammlung „Werke des Andrej-Rubljow-Museums“ (2017). Dr. Belik bereitet noch eine dritte Veröffentlichung, für den Ikonenmaler, für eine Publikation im Frühjahr 2018 vor.

Dr. Zhanna Grigorjewna Belik ist wissenschaftliche Expertin des Kulturministeriums der Russischen Föderation, eine Mitarbeiterin des Moskauer Andrej-Rublow-Museum für altrussische Kunst und Kuratorin der Sammlung der Tempera-Malerei des Museums; sie veröffentlichte eine Reihe von Artikeln und Büchern im Bereich der Kunstgeschichte.

Die Artikel der Moskauer Kunstexpertin über die Leipziger Ikonostase wurden im August 2016 nach eingehender Betrachtung bzw. Studium der Ikonostase der Gedächtniskirche in Leipzig ausgearbeitet. Die Studie wurde als ein Teil der großen „Restaurierung der Ikonostase der Russischen Gedächtniskirche zu Leipzig, 2016-1017“ durchgeführt.

2. September 2017. Deutsch-russische kirchliche Trauung in der evangelischen Erlöserkirche Leipzig-Thonberg, unter Mitwirkung vom Erzpr. Alexej Tomjuk, von der Russischen Gedächtniskirche zu Leipzig.

10.September 2017. Auftritt des Chores der Russischen Gedächtniskirche zu Leipzig.

Am 10. September fand in der Krypta des berühmten Völkerschlachtdenkmals in Leipzig das Auftritt der Chor der Russischen Gedächtniskirche zu Leipzig unter der Leitung von Konstantin Kozakevich statt. Das Konzert des russischen Chores im deutschen Denkmal wurde zum „Tag des Liedes“ in Leipzig aufgeführt. Im Programm der Gruppe wurden die geistigen Werke von russischen Komponisten D.Bortnjanskis, S.Rachmaninow, S.Degtyarew, M.Ipolitow-Iwanow, R.Raspopow gesungen. Das Publikum hörte das Konzert mit Aufmerksamkeit und Begeisterung.

25.September 2017. Andacht in der Nikolaikirche Leipzig.

Am 25. September wurde vom Leipziger Stadtökumenekreis ein ökumenischer Gottesdienst zum Thema „Und wir horten Sie alle in unseren Sprachen sprechen (Apg. 2,11); Vielfalt. Das Beste gegen Einfalt.“ in der Nikolaikirche Leipzig veranstaltet.

Zum Gottesdienst sang der Russischen Gedächtniskirche zu Leipzig unter der Leitung Konstantin Kosakewitsch; unter Teilnahme den Vertretern der christlichen Kirchen ein.

23.September 2017. Interkulturelles Fest in Freital (bei Dresden).

Am 23. September wurde in Freital-Zauckerode (bei Dresden) ein interkulturelle Nachbarschaftsfest „Hallo Nachbar – Vielfalt verbindet“ durchgeführt. Im Rahmen dessen fand hier euch eine Interkulturelle Andacht statt, welche von den Organisatoren und dem Pfarrer Matthias Koch, von der örtlichen ev.-lutherischen Kirchengemeinde gefeiert wurde. Von der Russischen Denkmal-Kirche zu Leipzig zur nahmen an dem Programm der Erzpr. A. Tomjuk, Vorsteher der Kirche und Boris Mayzus teil.

Das Fest in Freital wird seit 10 Jahren von der örtlichen russisch-deutschen Gesellschaft „Zusammenleben“ im September jedes Jahres, in Kooperation mit der Stadtregierung und anderen Organisationen organisiert. Es wird von 1500 Gästen besucht. Bei der Eröffnung kommen der Bürgermeister der Stadt, Vertreter von Parteien und Organisationen, Vertreter der katholischen und evangelischen Kirchen; Interreligiöse Gebete werden gehalten, was ein wichtiger Teil des Programms ist.

Juli 2017. Aus dem Leben der Russischen Gedächtniskirche

6.Juli 2017. Direktor des Museums „Kolomenskoje“ besucht die Russische Gedächtniskirche zu Leipzig.

Am 6. Juli 2017 wurde die Russische Gedächtniskirche zu Leipzig der Direktor des Museums „Kolomenskoje“, Sergey Khudyakov besucht. Die Gäste von Moskau weilten in der Stadt auf Einladung des Rathauses Leipzigs, zwecks die Einrichtung von Partnerschaften. Nach der Besichtigung Leipziger Gedächtniskirche, welche nach der berühmten Himmelfahrtkirche in Kolomenskoje im 1913 gebaut wurde, unterhielten sie sich beim Tee über mögliche Zusammenarbeit mit dem Hauptgeistlichen. Museums-Website: www.mgomz.ru/kolomenskoe

20. Juli 2017. «Krönungskreuze der Kirche sind restauriert».

Die drei Krönungskreuze der Russischen Gedächtniskirche,- meldet Leipziger Volkszeitung,- erstrahlen wieder in altem Glanz. Nach einer aufwendigen Restaurierung sind die vergoldeten Messingkreuze wieder auf die 18 Meter hohe Ikonenwand gesetzt worden (© LVZ Leipzig, 18. Juli 2017). Ähnliche Information findet man in der „Bild-Leipzig“ vom 18. Juli 2017 – «Goldkreuze glänzen wieder», auf der Seite 9.

Juni 2017. Aus dem Leben der Russischen Gedächtniskirche.

 

 

 

Juni 2017. Neue CD-Produktion der Vesper von Sergei Rachmaninoff  unter dem Titel „All-Night Vigil“ in Leipzig erschienen. Kleinen Beitrag dazu leistete Russische Gedächtniskirche

 

 

 

 

 

11.Juni 2017. «Tag der russischen Sprache» in der Russischen Gedächtniskirche für Kinder aus ihrer Gemeinde.

 

 

 

15.-18. Juni 2017. Gruppe der russischen und deutschen Theologen in der Gedächtniskirche zu Leipzig.

15.-18. Juni fand in der Theologischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ein Blockseminar für Ostkirchenkunde statt. Das Seminar wurde in der Zusammenarbeit mit russischen Theologen aus St. Petersburg und den Doktorantur der hll. Kirill und Method des Moskauer Patriarchats durchgeführt. Am 15. Juni wurde von den Teilnehmer ein Abendgottesdienst in der russischen Hl.Kreuz-Kapelle in Halle durchgeführt.

Und am Abend des 17. Juni fand für die Gruppe ein Abendgottesdienst in der Russischen Gedächtniskirche zu Leipzig statt. An dem deutsch-russischen Treffen nahm der der Erzpriester Alexej Tomyuk, Geistlicher für orthodoxen Gemeinden in Halle und Leipzig teil.

20. Juni 2017. Segnung des gemeindlichen Friedhofes Usmansdorf, in Anwesenheit der Bürgermeisterin Rotenburgs und russischen Diplomaten aus Berlin und Leipzig.  Im Auftrag des Erzbischofs von Berlin und Deutschland Feofan wurden die Soldatengräber vom Erzpr. A.Tomyuk, Hauptgeistlichen der Russischen Gedächtniskirche zu Leipzig geweiht. Die Eröffnung des wiederherstellte Friedhofsteil wurde von der Bürgermeisterin von Rothenburg, Vertretern der Russischen Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland und des Russischen Generalkonsulat in Leipzig beigewohnt.

25.Juni 2016. Dankgottesdienst zum Schulenden in der Gedächtniskirche.

Am 25. Juni wurde nach der Sonntagsliturgie in der Russischen Gedächtniskirche zu Leipzig für die Schulkinder aus der Gemeinde und ihren Eltern eine Andacht zur Beendigung des Schuljahres vollzogen. Der Gottesdienst wurde in der Gedächtniskirche von ihrem Seelsorger Erzpriester Alexej Tomjuk zelebriert.

Mai 2017. Aus dem Leben der Russischen Gedächtniskirche.

4.Mai 2017. «Ikonen in der Russischen Gedächtniskirche in Leipzig werden restauriert. Mehr als 100 Jahre nach Weihung der Russischen Gedächtniskirche in Leipzig werden die 78 Ikonen im Gebäude konserviert und restauriert.» © LVZ, 4. Mai 2017

„Die Ikonenwand in der Russischen Gedächtniskirche in Leipzig gehört zu den größten in Europa. Auf 18 Metern Höhe und 10 Metern Breite sind hier insgesamt 78 christlich-orthodoxe Malereien des russischen Künstlers Luka Martjanowitsch Jemeljanow versammelt. Mehr als 100 Jahre nach der Einweihung der Kirche werden die Ikonen nun restauriert. „Für die Erhaltung der Ikonen sind vor allem konservatorische Maßnahmen nötig, wie die Durchführung einer Oberflächenreinigung, die Befestigung lockerer Farbschichten oder das Schließen von Rissen in den Holztafeln“, teilte der Verein Kunstretter e.V. mit. Zudem sollen das ästhetische Erscheinungsbild und damit die Ablesbarkeit der Darstellungen verbessert werden, die für die liturgische Funktion der Ikonen von großer Bedeutung seien.

Die Arbeiten werden vom Diplom-Restaurator Oliver Tietze durchgeführt und wurden durch Spenden sowie durch Fördergelder finanziert. Im Oktober ist zudem der Besuch einer Delegation von Studierenden des renommierten Moskauer Surikov-Instituts geplant. „Die derzeitige Restaurierung der Ikonostase bietet eine besondere Gelegenheit, im Rahmen eines Praxisseminars zusammen mit deutschen Restauratoren und Studierenden der Hochschule für Bildende Künste Dresden an der Restaurierung der Ikonen mitzuwirken“, so die Angaben des Vereins. Bis zum Jahresende sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Die Russische Gedächtniskirche in Leipzig ist eine Nachbildung der im 16. Jahrhundert erbauten Auferstehungskirche in Moskau-Kolomenskoje. Das Gebäude im sogenannten Nowgoroder Stil soll an die mehr als 20.000 russischen Soldaten erinnern, die während der Völkerschlacht vom 16. bis 19. Oktober 1813 vor den Toren der Messestadt gefallen sind. Genau 100 Jahre nach dem Ende der Schlacht, am 18. Oktober 1913 fand die Weihe des einstmals für eine Million Goldmark errichteten Gebäudes statt.“

April 2017. Aus dem Leben der Russischen Gedächtniskirche zu Leipzig

April 2017. Erster Teil der Restaurierung der Ikonostase der Russischen Gedächtniskirche zu Leipzig beendet. Das Restaurierungsprojekt der Ikonostase der Russischen Gedächtniskirche zu Leipzig wurde im Frühjahr 2016 begonnen. Im ersten Arbeitsabschnitt (Mai 2016 – Februar 2017), unter Leitung verschiedenen russischen und deutschen Experten und Organisationen sollten Forschungs- und Restaurierungsarbeiten der Ikonen durchgeführt werden: 1. Historische und künstlerische Beschreibung der Ikonostase, die wissenschaftliche Forschungsmaßnahmen des Objekts, Analyse und die Ergebnisse der Restaurierungsarbeiten in der Öffentlichkeit zu verbreiten. 2. Entnahme von Proben, die wissenschaftliche Analyse der Lackschicht und Pigmenten, am Beispiel der Ikone „Das Abendmahl“. 3. Analyse der Holzdekor und des Zustandes der Teile der Ikonostase, Analyse der früheren Restaurierungen. 4. Prüfung die notwendigen Maßnahmen zwecks und Wiederherstellung bzw. Erhaltung der Metallbekleidung der Ikonostase zu verbessern. 5. Wiederherstellung der Ikonen in der II., III. und VII. Reihe der Ikonostase der Russischen Gedächtniskirche.

Restaurierungsprojekt des 2016-2017, wie auch die baldige Wiederherstellung der Russischen Gedächtniskirche ist mit der Hilfe und Unterstützung von den russischen und deutschen Sponsoren durchgeführt. Unter den deutschen Institutionen sollte vor allem die Bundesregierung und die Landesregierung von Sachsen erwähnt werden, von der russischen Seite wurde Restaurierungsprojekt wird von russischen Spender und einzelnen Personen unterstützt. Auch die Russische Gedächtniskirche hat das Projekt mit Eigenleistung selbstverständlich unterstützt.

7.April 2017. Versöhnungsgottesdienst in Leipzig. Am Freitagabend, den 7. April wurde vom Leipziger Stadtökumenekreis ein ökumenischer Versöhnungsgottesdienst zum Thema „Healing of Memories“ in den drei Stationen veranstaltet. Der Versöhnungsweg zog von der Reformierte Kirche zur Evangelischen Nikolaikirche und endete in der Propsteikirche St. Trinitatis im Stadtzentrum. Ungefähr 20 Uhr wurde der Gottesdienst hier beendet. Der Gottesdienst folgte dem Rat der Evangelischen Kirche Deutschlands und der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, wurde jedoch der Situation in Leipzig angepasst und bezog die reformierten und freikirchlichen Christen ein. An dem Treffen nahm auch der Erzpriester Alexej Tomyuk, Hauptgeistlicher der Russischen Gedächtniskirche zu Leipzig teil.

11.04.2017. Mahnwache im Gedenken an Opfer eines Anschlages in St.Petersburg, an der Russischen Gedächtniskirche zu Leipzig

13. April 2017. Russische Gedächtniskirche ist unter Gewinner des Internationalen Wettbewerbs „Orthodoxe Initiative“.

Das Projekt „Muttersprache“, welche die Russische Gedächtniskirche zu Leipzig trägt, war einer der Gewinner eines internationalen Wettbewerbs „Orthodoxe Initiative 2016-2017“ (Russische Föderation), in der Kategorie „Bildung“.

Der internationale Wettbewerb „Orthodoxe Initiative“ wird nicht zum ersten Mal mit dem Segen des Patriarchen von Moskau und ganz Russland Kyrill durchgeführt; als Koordinierungsausschuss zur Förderung der Sozial-, Bildungs-, Informations-, Kultur- und gleichen Initiativen, die unter der Schirmherrschaft der Russischen Orthodoxen Kirche gesteuert werden. Als diesjährigen Gewinner werden die Projekte in der Kategorie „Bildung“ und „Ausbildung“, welche das Lernen der Muttersprache und Heimatkultur, anerkannt.

Diese Projektarbeit in der Gedächtniskirche begann schon 1995, mit dem Ziel die Familien der russischen Landsleute, welche seit Langem im Ausland bleiben, in ihrem dringenden Bedarf nach den geistigen Traditionen zu unterstützen.

Die teilnehmende Kinder und Jugendlichen beschäftigen sich mit der großartigen Geschichte, Kultur und Sprache ihrer Heimat. Das Projekt „Mutterspache“, welche die Russische Gedächtniskirche zu Leipzig trägt, wurde vom dem Generalkonsulat der Russischen Föderation in Leipzig unterstützt.

23.April 2017. Osterfest für Kinder in der Russischen Gedächtniskirche zu Leipzig.

28.04.2017. Die Ikonen in der Russischen Gedächtniskirche. Crowdfunding für Deutsch-Russisches Restaurierungsprojekt gestartet. /© Kunstretter e.V./

Studierende des renommierten Moskauer Kunstinstitut Surikov, eine der führenden Kunstschulen Russlands, werden im Oktober zu einem vierwöchigen Studienaufenthalt nach Leipzig eingeladen. Gemeinsam mit hiesigen Studenten und Restauratoren werden sie an der Restaurierung der Ikonen der Russischen Gedächtniskirche zu Leipzig mitwirken. Das Projekt ist eine Mischung aus interkulturellem Austausch und Praxisseminar, für dessen Finanzierung jetzt eine Crowdfunding-Aktion startet.

Warum sollten russische Kunststudenten nach Leipzig kommen, um Ikonen zu restaurieren? Das scheint auf den ersten Blick mehr als ungewöhnlich. Was viele nicht wissen: in Leipzig gibt es in der Russischen Gedächtniskirche St. Alexis eine der größten Ikonenwände in Europa. Die Ikonostase hat in Größe und Komplexität selbst für die Verhältnisse von Kirchen in Russland eine außergewöhnliche Dimension: Auf 18 Meter Höhe, 10 m Breite und in 7 Rängen sind 78 Ikonen zu finden.

Russische Gedächtniskirche St. Alexis zu Leipzig: Zum Gedenken an die gefallenen russischen Soldaten der Völkerschlacht wurde die Kirche 1913 gemeinsam von Russen und Deutschen erbaut. Sie gilt als der wichtigste russische Kirchenbau in Deutschland und ist ein architekturgeschichtlich und künstlerisch bedeutendes Denkmal. Bis heute dient sie als Begegnungsstätte und Gotteshaus der hiesigen orthodoxen Gemeinde. Die Ikonen werden nun zum ersten Mal restauriert. Diese einzigartige Möglichkeit soll genutzt werden, um gemeinsam mit angehenden russischen Fachkräften an dieser bedeutenden Ikonenwand zu arbeiten. Neben dem fachlichen Austausch geht es auch um interkulturelle Verständigung. Gemeinsam an einem außergewöhnlichen Projekt zu arbeiten, sich fachlich zu ergänzen und voneinander zu lernen, bietet dafür die besten Voraussetzungen.

Zum Studienaufenthalt gehören Seminare zu Themen des Denkmalschutzes und der Restaurierung. Ein Ausflug nach Dresden wird an die Hochschule für Bildende Künste und an das Landesamt für Denkmalpflege führen. In Leipzig sind die Moskauer Studierenden zum Stammtisch der Restauratoren eingeladen und sie werden die Gelegenheit bekommen, die Hochschule für Grafik und Buchkunst kennenzulernen Ausführliche Informationen zum Projekt: www.kunstretter-leipzig.de/links/aktuelle-projekte/ Einzahlungen sind möglich über: www.visionbakery.com/kunstretter