Eine Ikonenwand als Blickfang. Ein neues Buch erzählt die Geschichte der Russischen Kirche und ihrer aufwendigen Restaurierung

© Mathias Orbeck, Leipziger Volkszeitung, 7.April 2021. „Schon aus der Ferne ist die Turmkirche mit ihrem weißen Gemäuer und der goldenen Zwiebel-Kuppel beeindruckend: Von der Schönheit Russlands zeugt die Gedächtnskirche, die an die im Befreiungskampf gegen Napoleon auf den Feldern der Völkerschlacht bei leipzig gestorbenen russischen Soldaten erinnern soll. 1913 – 100 Jahre nach der Völkerschlacht – konnte die Kirche an der Ecke Philipp-Rosenthal-Straße 51a / Semmelweisstraße eingeweiht werden. Ebenso wie das Völkerschlachtdenkmal selbst.

Sie ist aber auch ein Kulturdenkmal, das Touristen anzieht. Wer in das Gotteshaus hineinschaut, dürfte vor allem von der Ikonenwand beeindruckt sein, die russische und deutsche Fachleute aufwändig restaurierten.

In einem reich bebilderten Buch, dessen Texte von einem Autorenkollektiv in deutscher und russischer Sprache verfasst sind, widmet sich der Passage-Verlag nun ihrer Bau- und Entstehungsgeschichte. Aber auch der Restaurierung, an der die Stadt Leipzig umfangreich beteiligt war. Leipzig hatte einst bereits die 2500 Quadratmeter Bauland spendiert damit das Gotteshaus entstehen und die etwa 22000 gefallenen russischen Soldaten ihr Denkmal erhalten konnten, Ihrem Schicksal bei der Völkerschlacht ist ebenfalls ein Kapitel gewidmet.

Entworfen hat da Gotteshaus Wladimir Alexandrowitsch Pokrowki (1871-1931), dessen Bauwerke sich hauptsächlich in Sankt-Petersburg, Nischni Nowgorod und Moskau befinden, ihr Prototyp ist die Christi-Himmelfahrts-Kirche, etwa 20 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt im grünen Gürtel von Moskau in einem Dorf gelegen.

Pokrowski hat ebenfalls einen Pavillon für die Internationale Ausstellung für Druckgewerbe und Grafik in Leipzig 1914 kreiert. Im Buck sind verschiedene Zeichnungen sowie historische Bilder von der Weihung der Kirche abgebildet.

Zarentor ist 18 Meter hoch

In ihrem Innenraum befindet sich das sogenannte Zarnntor, das ein Symbol für den Eingang ins Himmelreich ist. Die 18 Meter hohe Ikonostase, ein Geschenk der Donkosaken zur Einweihung, ist ein Meisterwerk und gut als eine der grölten außerhalb Russlands.

Eine Ikonostase ist eine mit mehreren Ikonen geschmückte Wand mit drei Tüten die das innere Kirchenschiff vom Altarraum trenn.

Alexej Tomjuk, der Priester, beschreibt zudem, wie die Restaurierung der Ikonenwand, die verblasst und an vielen Stellen gerissen war, in den Jahren 2016 bis 2018 gelang. Bis heute wird die Kirche durch die russisch-orthodoxe Gemeinde Leipzigs genutzt. Diese Glaubensrichtung wird in Leipzig übrigens 1744 erstmals erwähnt – sie gilt aber als älter. Russen und Griechen haben sich hier niedergelassen. Vermutet wird sogar, dass sich in Leipzig die erste orthodoxe Gemeinde auf deutschem Boden gründete. Zur Regierungszeit Katharina II. wurde in der Messestadt ein russisches Konsulat eröffnet, das russische Händler und Studenten betreute.“

März 2021. Aus dem Leben der Gedächtniskirche

14. März 2021. Online-Gespräch „Viten der Heiligen. Russische Heiligen“.

Am Sonntag, dem 14. März, fand in der Gedächtniskirche eine Online-Gesprächsrunde statt, zum Thema „Viten der Heiligen. Russische Heiligen“. Auf der Online-Treffen sprach der Erzpriester A.Tomjuk über die Heiligen des russisch-orthodoxen Volkes, den Asketen, Gründern von Klöstern, den Heiligen unter den Fürsten und einfachen Menschen. Unter anderen, wurde über den Ehrw. Sergij von Radonezh, den Fürsten Feodor den Schwarzen berichtet. Der Redner sprach auch über den Einfluss der russischen Autoren des Altertums und ihren Schriftwerke auf das russische Leben. Er betonte die besondere Bedeutung der Büchern über dem Leben und Werk christlicher Asketen (sog. Heiligenviten), sowie der Würdigung von Heiligkeit und Heiligen in der Geschichte des Heiligen Rusˈ, vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Zum Schluss bemerkte der Priester den entscheidenden Einfluss des orthodoxen Glaubens in der russischen Geschichte, Kunst und Kultur, für die familiären und das tagtäglichen Leben des russischen Volkes.

Seit 2020 sind finden die Gespräche der Sonntagsschulklassen für Mitglieder der Gemeinde Leipziger Gedächtniskirche ausschließlich online. Für die Teilnahme an der Bibelstunde melden Sie sich bitte bei Herrn Tolmachev an.   

20. März 2021. Kinderliturgie in der Gedächtniskirche.

Am Samstag, dem 20. März, wurde in der Gedächtniskirche wieder eine Liturgie für die Kinder der Sonntagsschule samt ihren Eltern in der unteren Kirche aufgeführt. Das Bußsakrament fand vor dem Beginn der Liturgie, während der Lesung der Stundengebete, statt. Da der Tag zu der 1. Woche der Großen Fastenzeit fiel, bereitete der Priester anstelle einer Predigt für die Kinder eine Präsentation über eine Ikone „Die Große Fastenzeit“ vor. Die Ikone enthält die Heiligenbilder bzw. die Szenen, die sich dieser ganz besonderen Zeit in dem Kirchenjahr widmen. 

24. März 2021. Erscheinung eines neuen Buches: „Russischen Kirche in Leipzig“

Im März 2021 publizierte der Leipziger Verlag “Passage-Verlag” das Buch “Russische Kirche in Leipzig”. Die Publikation berichtet über den Bau und das Schicksal eines markanten russischen Denkmals mit zahlreichen Abbildungen von Ikonen und Akten. Die besondere Aufmerksamkeit wird den fast vergessenen Namen den Künstler und Meister sowie der großen kulturhistorischen Bedeutung geschenkt. Das Buch erscheint in russischer und deutscher Sprache zugleich.

Das Buch wird von Sergei E. Tscheremin, Minister der Moskauer Regierung, welche die Restaurierung des majestätischen Baus mitfinanzierte, mit einem Vorwort eingeleitet. Darin wünscht er sich, dass die neue Publikation sowohl den Landsleuten wie auch deutschen Freunden zugunsten der Erhaltung der wohl berühmtesten russischen Gedächtniskirche in Deutschland den Wert der russischen Kunst nahe bringt. Das Buch wurde vom Autorenkollektiv mit Shanna G. Belik, Viktoria N. Derzhavina, Tatjana W. Iwanowa und Alexei G. Tomjuk verfasst und kann in städtischen Buchläden bzw. online erworben werden.

Februar 2021. Aus dem Leben der Gedächtniskirche

3. Februar 2021. Wissenschaftliches Projekt in Moskau und Dresden.

Im Januar 2021 wurde in der Restaurierungswerkstatt des Moskauer Staatlichen Surikow-Kunstinstituts (Kunsthochschule) eine interessante und schwierige Arbeit beendet. Die Restauratorin Natalie Sharova, eine Kunststudentin im 6. Jahr, schuf eine Kopie der Abendmahl-Ikone aus der Russischen Gedächtniskirche. Anschließend wurde diese Kopie nach Deutschland transportiert, da sie für die Wissenschafts- und Restaurierungsforschung der Technischen Universität Dresden geschaffen wurde. Das komplexe Projekt der Herstellung einer Kopie der Ikone wurde von den Mitarbeitern des Surikov-Instituts G. Maksimova und M. Kurbanova überwacht, zusammen mit den Beratern des Rublev-Museums E. Belik und O. Trufanova. Die Leiter des Projekts sind O. Titze und A. Kozmin.

Im Rahmen des Projekts zur Erforschung der Erhaltung von Ikonen fand am 6. November 2020 online ein wissenschaftliches Kolloquium statt, an dem 120 Personen aus verschiedenen Ländern teilnahmen. Die Videovorträge wurden ca. 900 mal angeschaut. In Publikationen im Rahmen des Projekts werden die Ergebnisse einer technologischen Untersuchung des Originalbildes vorgestellt. Bei der Arbeit am Modell werden auch die Auswirkungen von Feuchtigkeit, Holzschäden bzw. von auftretenden Rissen und Anisotropie beschrieben.

Eine Untersuchung der mechanischen und physikalischen Eigenschaften von Lindenholz (auf dem die Ikonen gemalt werden) und der Farbeschicht werden ebenfalls durchgeführt. Die Ergebnisse der Studie werden in die Veröffentlichung aufgenommen und zur Modellierung weiterer Experimente auf der Kopie verwendet. In der letzten Phase des Projekts werden ein weiteres Kolloquium und eine Veröffentlichung vorbereitet. Das Kolloquium ist für den 5. November 2021 geplant.

21. Februar 2021. Sonntagsschule online: “Erklärung der Gebete. Der Psalter und die Gedenkgebete”.

Am Sonntag, dem 21. Februar, fand in der Gedächtniskirche eine Online – Gesprächsrunde statt, zum Thema „Erklärung der Gebete. Psalter und Lesen des Psalters zur Ruhe”. Während des Gesprächs referierte der Erzpr. A.Tomjuk über die Lesung des Psalters für die Verstorbenen und wie in der Uhrkirche die Bestattungen und das Gedenken durchgeführt wurden; von den Psalmen als Teil des Hausgebets und eines orthodoxen Gottesdienstes; von der Bedeutung des Psalters in der Uhrkirche und in Russland; über die Bedeutung des Psalters in der europäischen bzw. russischen Literatur und in den Werken von Komponisten.

Seit 2020 sind Sonntagsschulklassen für Mitglieder der Leipziger Gemeinde online. Für die Teilnahme an der Bibelstunde melden Sie sich bitte bei Herrn Tolmachev an.

6. November 2020. “Restaurierung von Ikonen und ingenieurwissenschaftliche Ansätze”

Am 6. November organisierten die Wissenschaftler und Mitwirkende des Projekts „Virtuelle Experimente für Kunstobjekte-VirtEx“ ein internationales Kolloquium, welches wegen der Corona – Beschränkungen ausschließlich online stattfand.

Das Onlinemeeting wurde umso mehr wichtig, da die restauratorische internationale Denkmalmesse in Leipzig im November 2020 nicht stattfinden konnte. Außer zehn Referenten aus Moskau, Dresden und Leipzig gab es über 120 Teilnehmern aus Europa, aber auch aus aller Welt, wie Philippinen, Argentinien, Ägypten und den USA. Nach den Vorträgen entwickelten sich ein lebendiger Austausch bzw. Diskussion an den unterschiedlichen Ansichten und Erfahrungen, betreffs der Erhaltung der Ikonen und ähnlicher hölzerne Kunstobjekte.

Das Projekt “Virtuelle Experimente für Kunstobjekte-VirtEx” wurde am 19. Juni 2019 in der Technischen Universität Dresden gestartet. Sein Ziel ist es, die Veränderungen an den hölzernen Kunstobjekten in den verschiedener klimatischen Stresssituationen zu untersuchen.

Für die Untersuchung solches Kunstobjekts wurde eine Ikone “Abendmahl” aus der Ikonostase der Russischen Gedächtniskirche zu Leipzig auserwählt. Nach den genauen Abmessungen bzw. Untersuchungen wurde für die Forschung in 2019 eine exakte Kopie derselben Ikone angefertigt. Die Bildkopie wurde im Surikov-Institut in Moskau unter der Leitung von Alexandr Kosmin geschaffen. Genau diese Kopie sollten dann für die verschiedenen Untersuchungen und Berechnungen der mechanischen Art ausgearbeitet werden. Das Forschungsprojekt wird von Mitarbeitern und Studenten des Surikov-Instituts in Moskau, dem Kunstwissenschaftlerin des Staatlichen Andrei-Rublev-Museums in Moskau, Dr. Belick und Anderen begleitet.

Wissenschaftliche Ergebnisse und fundierte Schlussfolgerungen werden dazu beitragen, die Vorschläge für die weitere Erhaltung solcher Objekte in einem ändernden Klima, bei Umweltverschmutzung u.ä. zu entwickeln. So wird die Forschung, an dem russische und deutsche Wissenschaftler und Kunstkritiker teilnehmen, zu der Erhaltung einer kostbaren Ausstattung der Gedächtniskirche beitragen. Von der Russischen Gedächtniskirche zu Leipzig, nahm A. Tomyuk an dem Kolloquium teil.

September 2020. Aus dem Leben der Gedächtniskirche

6. August 2020. Friedenszeichen vor der Russischen Gedächtniskirche Leipzig

Infolge des II. Weltkriegs wurden am 6. August 1945, um 8.15 Uhr Ortszeit tausende Menschen durch den Atombombenangriff auf Hiroshima (Japan) in den Tod gerissen. Drei Tage später erfolgte ein zweiter Abwurf einer Atombombe über japanischen Nagasaki. In Gedenken an die Opfer dieser Angriffe wurde in der Nacht zum 6. August 2020 um 1.15 Uhr Friedenslichter vor der Russischen Gedächtniskirche Leipzig entzünden und dazu mahnen, dass sich solch eine Tat nie wieder wiederholen darf, nach der Meinung der Gruppe Greenpeace Leipzig.

Auch Russland (damals UdSSR) erlitt im II. Weltkrieg schwere materielle und vor allem menschliche Verluste. Die moderne wissenschaftliche Quellen angeben 27 Mio. von russischen Kriegsopfern, 2/3 davon waren allerdings Zivilisten, gestorben sowohl durch deutschen Kriegshandlungen in Russland als auch in den KZ–Lager in Deutschland. Die Aktion wurde vom Erzpriester der Russischen Gedächtniskirche Tomjuk unterstützt. © Greenpeace setzt in Leipzig Zeichen für atomare Abrüstung, LVZ Online, 6.08.2020

5. September 2020. Trauung unter dem freien Himmel

Am 5. September feierte der Erzpriester Alexej Tomjuk das russisch-orthodoxe Sakrament der Ehe in ungewöhnlichen Umständen. Der Gottesdienst wurde ausnahmsweise unter freiem Himmel vollzogen, weil während der Corona-Krise solche Veranstaltungen für mehreren Teilnehmern nur in solcher Weise geduldet werden.

Aus dem gleichen Grund wurde vor einigen Wochen auf einem Friedhof der Stadt Halle vom Erzpr. Tomjuk eine Trauerfeier unter freiem Himmel durchgeführt.

6. September 2020. Online-Gespräche der Sonntagsschule in Leipzig.

Im September 2020 begann für die Gemeindemitglieder der Russischen Gedächtniskirche in einer Gruppe erwachsener Gemeindemitglieder ein neuer Herbstzyklus von Sonntagsschule – Gesprächen. Zur Zeit finden die Gespräche zum Thema russische Spiritualität mit dem Priester online statt. Mittels der Internetkommunikation wurden in der Gemeinde auch die letzten Sonntagsschulgespräche in Mai/Juni 2019 durchgeführt. Um an den Gesprächen teilzunehmen, rufen Sie Herrn Tolmachev unter 0178-6578834 an.

19. September 2020. Kinderliturgie in der Gedächtniskirche

Am Samstag, dem 19. September, fand in der Gedächtniskirche eine Kinderliturgie statt. Der Hauptgeistliche der Gedächtniskirche, Erzpriester A. Tomjuk nahm zu dem Gottesdienst die besonderen Fürbitten für das vorstehente Schuljahr 2019/2020 auf.

Weil die gesellschaftliche Ausnahmesituation in Coronazeiten, insbesondere die staatlich angeordnete soziale Distanzhaltung, die seelsorgerliche Begleitung der Menschen erschwert, war der Gottesdienst für die Mitglieder der Gemeinde, als Gelegenheit der Gemeinschaftlichkeit und Geistlichkeit, von großer Bedeutung.

28. September 2020. Ökumenischer Gottesdienst in der Nikolaikirche.

Am 28. September lud der Stadtökumenekreis Leipzig im Rahmen der Interkulturellen Wochen-2020 zu einem ökumenischen Gottesdienst unter dem Thema “Zusammenleben – Zusammenwachsen” in die Nikolaikirche Leipzigs ein. Das Friedensgebet wurde vom Ökumenekreis gemeinsam mit der Jüdisch- Christlichen- Arbeitsgemeinschaft veranstaltet.

So wie die Interkulturelle Wochen jährlich in den Veranstaltungskalender der Stadt Leipzig gehören, findet im Rahmen der Wochen auch regelmäßig ökumenische Andacht statt. In diesem Jahr wurde dabei an den Anschlag in Halle vom 9. Oktober 2019 gedacht. Am 9. Oktober jährt sich der Anschlag vor der Synagoge in Halle, bei dem zwei Menschen ermordet und weitere Personen verletzt wurden. Unter den Mitwirkenden aus den christlichen Gemeinden der Stadt war auch der Erzpr. Alexij Tomjuk, von der Russischen Gedächtniskirche.

August 2020. Aus dem Leben der Gedächtniskirche

19. August 2020. Hochfest der Verklärung des Herrn in Chemnitz.

Am 19. August 2020 zum Hochfest der Verklärung des Herrn, hat der Erzpriester A. Tomjuk in der russisch-orthodoxen Gemeinde in Chemnitz den Abendgottesdienst gefeiert, nach dem auch die mitgebrachten Früchte gesegnet wurden.

18. August 2020. Vorfeier der Verklärung  Christi in Halle

Am 18. August den Vorabend der Christi Verklärung, hat der Hauptgeistliche der russisch-orthodoxen Hauskirche zum Hl. Kreuz in Halle, der Erzpriester A. Tomjuk den Abendgottesdienst in der Hauskirche gefeiert; abschließend wurden hier auch die mitgebrachten Früchte gesegnet.

12. August 2020. Der Erzpriester aus der Slowakei taufte in der Gedächtniskirche.

Am 12. August besuchte Erzpriester Pavol Novák aus der Slowakei, welcher der Orthodoxen Kirche der Tschechien und der Slowakei angehört, die RGK Gemeinde. Zur großen Freude deutsch-slowakischer Familie zelebrierte die Taufe ihres neugeborenen Kindes. Das Sakrament wurde nach einer zuvorgegangenen Unterredung zwischen slowakischer Diözese von Michalovce-Košice und Diözese von Berlin und Deutschland möglich. Der Gottesdienst wurde in der kirchenslawischen Sprache gehalten.

Die Orthodoxe Kirche in der Tschechien und Slowakei hat heute etwa 75.000 Gläubige, von denen ca. 51.000 in der Slowakei leben; in der Slowakei verfügt sie über zwei Diözesen: Eparchie Prešov und Eparchie Michalovce-Košice.

2. August 2020. Erzbischof Tichon von Podolsk feiert die Liturgie in Leipzig

Am 2. August zelebrierte der Erzbischof Tichon von Podolsk, der Verwalter der Berliner Diözese, eine Liturgie in der Gedächtniskirche. Zur Seite Seiner Eminenz standen der Erzpriester der Kirche A. Tomjuk und Diakon Archil Chkhikvadze. Am Ende der Liturgie und den Lobpreis zum hl. Propheten Elias wandte sich der Erzbischof Tichon die Gemeinde mit einem pastoralen Wort.

16. Juli 2020. Pastoralversammlung in Berlin

Am 16. Juli fand ein Treffen in der Kirche des hl. Fürsten Wladimir in Berlin (Marzahn) der Geistlichkeit des Ostdekanats zum Thema „Das Sakrament der Eucharistie. Die Spenden des Sakraments unter Quarantänebedingungen“ statt. Nach der Eröffnungsrede des Vorsitzenden – des Verwalters der Berliner Diözese, Erzbischof Tikhon von Podolsk und eines Referats wurde eine Diskussionsrunde eröffnet, dessen Ergebnisse wurde dann im Abschlussdokument eingetragen. Abschließend dankte der Erzbischof Tikhon allen Teilnehmern und forderte sie auf, ihren Dienst sich nach den Empfehlungen kirchlicher Obrigkeit und nach den Anordnungen der Zivilbehörden zu richten. An der Veranstaltung nahm unter anderen Geistlichen der Erzpr.A.Tomjuk, Hauptgeistliche der Gedächtniskirche, teil.

März-April 2020. Aus dem Leben der Gedächtniskirche

1. März 2020. Kinderfest in der Gedächtniskirche.

Am Sonntag, den 1. März, wurden nach der hl. Liturgie im Untergeschoß der Gedächtniskirche ein Kinderfest bzw. eine Teestunde veranstaltet. Das Fest in der Gemeinde galt der Anfang der Ende sog. Masleniza od. Butterwoche, welche die Christen in Russland auf Fastenzeit vor Ostern bereitet.

Als Masleniza bezeichnet die letzte Woche vor der Passionszeit. Weil Maslo (Butter), Milch, Eier oder Fleisch für den Gläubigen in der Passionszeit untersag werden, wird in dieser Woche vor dem Fasten besonders reichlich in der Familie aber auch in der Öffentlichkeit gefeiert.

2. März 2020. Vortragsrunde in Leipziger Gemeinde beendet.

Am 2. März traf in der Gedächtniskirche das diesjährige Gesprächsreihe zum ersten Mal. statt zum Thema der russischen Spiritualität in der Gemeinde zu Leipzig. Bis Sommer d.J. werden die Gespräche ums Evangelium, sog. „Sonntagsschule“, regelmäßig stattfinden. Ebenso trifft sich die Gemeinde einmal im Monat zum “Bibliotheken-Tag”. In diesem Gespräch werden der Bücher aus der Bibliothek der Gedächtniskirche und die gebundene Themen besprochen. Nach diesem Vortrag können die Bücher aus der Bibliothek von der Gemeinde geliehen werden. Nach der Sommerpause wird die Gesprächsreihe in der Pfarrei wird neu beginnen. Zu der Bibelstunde melden Sie sich bitte bei Herrn Dmitry Tolmachev an.

24. April 2020. Leipzigs orthodoxe Kirche im Porträt – Interview für die Moskauer Deutsche Zeitung

Verlassen Sie nie die Stadt Leipzig, ohne die russische Gedächtniskirche zu besuchen…, heißt es auf einer Postkarte von 1913. Tatsächlich ist das orthodoxe Gotteshaus in Leipzig einzigartig, alleine schon wegen seiner Architektur. Im Gespräch David Tiefenthaler äußert sich der Erzpriester Alexej Tomjuk zu dem Statement, aber auch zu den heutigen Schwierigkeiten. Während der Coronakrise steht der Priester vor denselben Herausforderungen wie andere Geistliche auf der Welt.

Der MDZ-Online gegenüber erzählt er, dass sich für ihm im Zuge der Corona-Isolation nicht viel geändert hat, und dass all die üblichen Gottesdienste von ihm nach wie vor abgehalten werden. Doch viele Mitglieder der Gemeinde dürfen jetzt nicht mehr dazu, da sie z. Zt. hinter verschlossenen Türen gefeiert werden müssen. Für die Orthodoxen ist es besonders schwierig, da das Osterfest das wichtigste sein soll.

Selbstverständlich nutzt der Priester in der Coronakrise das Telefon oder eine Videokonferenz als Kontaktmöglichkeit, dennoch bemerkt er, dass den gläubigen Orthodoxen die Telekommunikation bzw. Unterhaltung wenig nützt. Für den geistigen Beistand sind Gebete viel mehr wichtig. Seelisch können sich kaum helfen, etwa wenn ein Verwandter eines Kirchenmitglieds gestorben sind. Die Menschen können nicht an Begräbnissen in Russland teilnehmen. In ihrer Kultur ist jedoch der persönliche Abschied von Verstorbenen sehr wichtig.

Sonst ist die Russische Gedächtniskirche zu Leipzig ein Sakralbau und Denkmal zugleich. Sie ist eines der wenigen Denkmäler der Stadt, das explizit an die Gefallenen anderer Nationen erinnert. Für Russen sie sei wichtig weil sie diese Kirche als einen Hinweis an die Heldentat der Russen für die Befreiung Europas um 1813 verstehen. Auf diese Rolle Russlands im 19. Jahrhundert sind seine Landsleute nach wie vor stolz. Andere Besucher sehen die Kirche einfach als eine schöne Sehenswürdigkeit bzw. Kulturdenkmal. Noch dazu kommen hier einige, auch nichtgläubige Besucher zur Besinnung und Kontemplation. Sie sitzen da vielleicht eine Viertelstunde, hören die geistige Musik und genießen die besondere Atmosphäre.

In Leipzig gibt es viele schlichte Kirchen: Bänke, Altar, Kreuz usw. Die Ausstattung und die Architektur der Russischen Gedächtniskirche vermittelt das Gefühl von Schönheit, welche jeder Besucher hier wohl finden kann. © Moskauer Deutsche Zeitung, MDZ E-PAPER, 24.04.2020.

28. April 2020. Gedenken an den Gräbern russischer Soldaten auf dem Ostfriedhof Leipzigs.

Im Jahr 2020 jährt sich der 75. Jahrestag des Sieges und die Befreiung Russlands und Deutschlands von der NS-Herrschaft. Am 28. April haben der Erzpriester der Gedächtniskirche A. Tomjuk und seine Gemeindemitglieder an den Gräbern der gefallenen Russen auf dem Ostfriedhof einen Gedenkgottesdienst gefeiert.

An dieser Stelle des Ostfriedhofs befinden sich nicht nur Soldatengräber, sondern Sammelgräber hunderten russischen Zwangsarbeiter und Gefangenen aus dem sowjetischen Russland. In Leipzig und im Landkreis Leipzig befinden sich 32 russische Kriegsgräberstätten, in denen rund 3.000 russische Zwangsarbeiter und gefangene sowjetische Soldaten und Offiziere bestattet wurden. Insgesamt befinden sich auf dem Gebiet des Freistaates Sachsen 910 sowjetische Kriegsgräberstätten bzw. 26.000 Einzelgräber sowie Sammelgräber. Hier wurden über 147.000 Kriegsopfer bestattet. Allein auf dem Ehrenhain in Zeithain in Sachsen sind mehr als 30.000 Sowjetbürger und Zwangsarbeiter bestattet.

28. April 2020. Radoniza – Jährliche Totenandacht in Leipzig.

Am 28. April fand auf dem russischen Gräberfeld des Leipziger Ostfriedhofs (Oststraße 119) für die Gemeinde der Russischen Gedächtniskirche zu Leipzig ein besonderer jährlicher Trauergottesdienst statt. Gemäß allen Vorschriften haben der Erzpriester und seine Gemeindemitglieder am Gebet alle Quarantänebedingungen erfüllt.

Radoniza (russ. Радоница, “Tag der Freude”), ist ein Gedenktag in der Russischen Orthodoxen Kirche, welcher auf den Dienstag der 2. Woche nach Ostern fällt. Zu diesem Tag versammeln sich die Gläubigen in den Kirchen bzw. auf den Friedhöfen, um sich bei den Totenandachten an ihre verstorbenen Verwandten zu gedenken.

29. April 2020. Webkonferenz der Gemeindevertreter in Leipzig.

Am 29. April fand in Leipzig zum ersten Mal anstelle eines persönlichen Treffens eine Webkonferenz mit Vertretern christlicher Gemeinden statt. Zusätzlich zu den aktuellen Angelegenheiten wurden auf dem Videotreffen die Auswirkungen der COVID-Pandemie auf das Gemeindeleben erörtert. Das Online-Treffen des ökumenischen Kreises der Stadt wurde von der katholischen Gemeinde in Leipzig organisiert. Von der Russischen Gedächtniskirche zu Leipzig nahm an der Online-Diskussion der Hauptgeistliche A. Tomjuk unter anderen Kirchenvertretern teil.

Januar 2020. Aus dem Leben der Gedächtniskirche

Januar – März 2020. Aus dem Leben der Gedächtniskirche

6. Januar 2020. Regionale Nachrichten zum russischen Weihnachtsfest in Leipzig.

Am 6.-7. Januar haben die regionalen Fernseh- und Rundfunknachrichten in Sachsen über die Weihnachtstradition der russisch-orthodoxen Christen in Leipzig berichtet. Mit einem Beitrag mit einem kurzen Interview für das MDR Radio, MDR Sachsenspiegel und Radio Mephisto beteiligte sich der Hauptgeistliche der Gedächtniskirche, Erzpr. A. Tomyuk.

6. Januar 2020. Heiligabend in der Russischen Gedächtniskirche.

Nach der Heiligabendandacht am 6. Januar haben die Kinder der Sonntagschule der Gemeinde der Gedächtniskirche die Weihnachtslieder vor der Kirche vorgesungen. Die Spendensumme von ca. 500 Euro, welche zum Sternsingen an dem Abend gesammelt wurden, wird wie in den vorigen Jahren nach Russland entsandt. Die Aktion kommt den Sozialen Tätigkeiten des Marfo-Mariinski Kloster zu Moskau zugute.

7. Januar 2020. Gemeinsamer Gottesdienst zu Weihnachten in der Russischen Gedächtniskirche.

Am 7. Januar, am 1. Weihnachtstag nach dem Julianischen Kalender, wurde in der Russischen Gedächtniskirche zu Leipzig die Göttliche Liturgie auf besondere Weise gefeiert. Die Liturgie wurde an diesem Festtag von dem Hauptgeistlichen der Gedächtniskirche Alexei Tomjuk und dem rumänischen Priesters Ioann Forga gemeinsam gefeiert. Gemeindemitglieder von den beiden Gemeinden waren ebenso reichlich gekommen. Der Gottesdienst wurde überwiegend in russischer, deutscher aber auch in rumänischer Sprache gesungen. Anschließend an der Liturgie wandte sich der rumänische Priester Ioan Forga mit einem Hirtenwort an die festliche Versammlung. Zum Schluss führten die Kinder der Gemeinde ein vorbereitetes Theaterstück auf, Weihnachtslieder und Gedichte wurden vorgetragen. Schon in der Adventszeit sammelten die Kinder Spenden und Sachen im Rahmen der jährlichen Partnerschaftsaktion für den Moskauer Martha und Maria Kloster. Nach dem Gottesdienst versammelten sich Kirchbesucher zum traditionellen Tee- Kaffeetrinken.

9. Januar 2020. Kleriker der Diözese von Berlin und Deutschland nahmen am Bischofsamt teil.

Am 9. Januar, dem Festtag des Hl. Stephan, haben die Geistlichen aus Berlin, Leipzig, Magdeburg und anderen Gemeinden der Berliner Diözese von Berlin und Deutschland, die Liturgie mit ihrem Erzbischof Tiсhon, dem Oberhaupt der Diözese, in der Kathedrale Berlin-Wilmersdorf zelebriert. Am Ende des Gottesdienstes begrüßte der Erzpriester Michail Divakov im Namen des Klerus den amtierenden Erzbischof zum Hochfest der Geburt Christi.

12. Januar 2020. Syrische Gemeinde in Leipzig feiert Heilige Messe in Leipzig

Am 12. Januar feierte die syrisch-orthodoxe Gemeinde in Leipzig die Heilige Messe in der Kathol. Propsteikirche St. Trinitatis Leipzig.

Die Syrische Kirche wird offiziell als “Syrisch-orthodoxe Kirche”, in der russischen Tradition aber wird als “Syrisch – Jakobitische Kirche” bezeichnet; ihre Anhänger werden Syrojakobiter genannt. Dies ist eine von sechs alten östlichen oder orientalischen Kirchen zb. Armenischen, Koptischen, Äthiopischen usw. Diese Kirchen erkennen die IV-VII Ökumenischen Konzilen der Orthodoxie nicht an und werden daher als “Nicht-Chalcedonische” Kirchen bezeichnet, d. H. gelten sie nicht als orthodoxe Kirchen. Ihre Bezeichnung “orthodox” weist allein auf ihre Herkunft aus dem Nahen Osten hin. Ihr Glaubensbekenntnis unterscheidet sich von der Orthodoxie, die die Russische, Bulgarische und andere orthodoxen Kirchen vertreten. Diese gründen ihr Glaubensbekenntnis genau auf den Grundsätzen der sieben Ökumenischen Konzile. In eucharistischer Gemeinschaft steht die Syrische Kirche mit den Orthodoxen nicht. Vor einigen Jahrhunderten nahm die Syrische Kirche die eucharistische Gemeinschaft mit der Katholischen Kirche an.

Genauso wie in Russland, wird die Orthodoxie in Syrien durch die Antiochische Orthodoxe Kirche (Griechisch-Orthodoxen Patriarchat von Antiochien) vertreten. Das Patriarchat wurde um 37 in Antiochien von Apostel Peter und Paul gegründet, und ist somit die drittälteste autokephale orthodoxe Kirche in der Welt. In Deutschland gibt es mittlerweile die Antiochische Orthodoxe Metropolie von Deutschland und Mitteleuropa mit 30 Gemeinden, denen insgesamt 1 Bischof und 21 Priester vorstehen.

15. Januar 2020. Beerdigung von Alexander Ernst.

Am 15. Januar fand in der unteren Kapelle der Gedächtniskirche zu Leipzig das Totenamt für den aktiven Gemeindemitglied Herrn Alexander Ernst statt. Einige Jahre lang half er der Gemeinde als begabter Tischler bzw. Holzrestaurator. Letzte Dinge dafür leistete er nur wenige Wochen vor seinem Abschied. So hinterlässt er nebst seinen Familien- und Freundeskreis auch viele Trauernde in der Gemeinde. Anschließend wurde Herr Ernst auf dem Ostfriedhof Leipzigs beerdigt.

Dezember 2019. Aus dem Leben der Gedächtniskirche

21. Dezember 2019. Jährliche Gemeindeversammlung in Leipzig.

Am 21. Dezember wurde die jährliche Versammlung der Gemeinde der Russischen Gedächtniskirche durchgeführt. Die Versammlung wurde vom Hauptgeistlichen der Russischen Gedächtniskirche, Erzpriester Alexei Tomjuk, eröffnet. Außer der Übersicht und Bewertung des Lebens der Gemeinde im Jahr 2019, seit der letzten Gemeindeversammlung, wurden auch einige Themen des Gemeindelebens angesprochen. Die nächste Gemeindeversammlung wird im Dezember 2020 stattfinden und das nächste Gemeindefest am 17.-18. Oktober 2020.

22. Dezember 2019. Die Sonntagsschule für Leipziger orthodoxe Gemeinde beendet.

Am 22. Dezember fand das letzte Treffen der diesjährigen Gesprächsreihe zum Thema der russischen Spiritualität für die Gemeinde der Russischen Gedächtniskirche statt. Die Gespräche ums Evangelium in der Gemeinde, die sog. „Sonntagsschule“, wurden am Sonntag regelmäßig geführt. Ebenso hat sich die Gemeinde einmal im Monat zum “Bibliotheken-Tag” getroffen, bei dem ein Gespräch über die Themen der Bücher aus der Bibliothek der Gedächtniskirche geführt wurde. Nach diesem Vortrag können die Bücher aus der Bibliothek von den Gemeindemitgliedern geliehen werden. Die neue Gesprächsreihe der „Sonntagsschule“ in der Pfarrei wird im Januar 2020 beginnen.

27. Dezember 2019. Die Restaurierung der Ikonostase der Russischen Gedächtniskirche wird bald abgeschlossen.

Im Dezember 2019 bzw. im Februar 2020 wird die im Herbst 2019 begonnene Restaurierung an der Ikonostase und im unteren Raum der Krypta der Gedächtniskirche abgeschlossen. Die Renovierung eines Teils des historischen Denkmals besteht aus Verputzen und Anstrich der Wände und der Decke, wie auch der 6 Grabnischen. Noch dazu werden drei Ikonen aus der Ikonostase und das Tragkreuz restauriert. Das Projekt wird durch den Vorstand der Russischen Gedächtniskirche koordiniert. Der Großteil der Kosten zu diesem Vorhaben wurde von der Regierung der russischen Hauptstadt Moskau zugeschossen.