30. August 2026. Trauung in Leipzig
Am 30. August fand in der Russischen Gedächtniskirche die kirchliche Trauung langjähriger Familienpaar aus der Gemeinde. An der Feier nahmen ihre Kinder und Angehörigen sowie zahlreiche Gläubige teil. Den Gottesdienst zelebrierte Erzpriester Alexei Tomjuk, der Vorsteher der Gedächtniskirche.

Unter den heutigen Lebensumständen für die orthodoxen Christen in Deutschland werden Trauungen im Vergleich zu Taufen nur selten vollzogen. Daher war dieses Ereignis in der Kirche in gewisser Weise einmalig.
1. September 2026. Neues Studienjahr an der deutschsprachigen Orthodoxen Fernschule hat begonnen

An der Orthodoxen Theologischen Fernschule hat das Studienjahr 2026/2027 begonnen. In diesem Jahr wurde das Bildungsangebot der Schule weiter ausgebaut: Neben dem Katechesekurs und dem dreijährigen Theologiekurs hat erstmals auch ein fünfjähriger Pastoralkurs seine Arbeit aufgenommen. Die Orthodoxe Theologische Fernschule besteht seit 2023. Seitdem ist die Zahl ihrer Studierenden deutlich gestiegen. Während im Studienjahr 2025/2026 rund 220 Personen an der Schule eingeschrieben waren, ist die Zahl der Teilnehmer im laufenden Studienjahr erneut erheblich gewachsen. Der einjährige Katechesekurs Einführung in die Orthodoxie ist im neuen Studienjahr mit vier Gruppen gestartet. Das Programm vermittelt Grundlagen der orthodoxen Glaubenslehre, führt in die Praxis des orthodoxen Glaubens ein und gibt einen Einblick in den orthodoxen Gottesdienst. Der Kurs richtet sich an Menschen, die den orthodoxen Glauben kennenlernen möchten, sich auf die Aufnahme in die Orthodoxe Kirche vorbereiten oder ihre bisherigen Kenntnisse vertiefen wollen.
Am 1. September hat erstmals der fünfjährige Pastoralkurs begonnen. In das Programm wurden 25 Studierende aufgenommen, die verschiedenen orthodoxen Diözesen und kirchlichen Traditionen angehören. Der Kurs dient einer vertieften Vorbereitung auf einen möglichen geistlichen und pastoralen Dienst in der Kirche. Neben den theologischen Fächern umfasst das Programm pastorale und praxisbezogene Lehrveranstaltungen, selbstständiges Studium, Praktika in Gemeinden sowie spätere Präsenzphasen. © Berliner Diözese der Russischen Orthodoxen Kirche
13. September 2026: Tag des offenen Denkmals

Am 13. September nahm die Russische Gedächtniskirche zu Leipzig erneut am bundesweiten „Tag des offenen Denkmals“ teil. Die 1913 geweihte Kirche erinnert an die 22.000 russischen Soldaten, die 1813 in der Völkerschlacht bei Leipzig gefallen sind. Sie ist nicht nur ein bedeutendes kulturhistorisches Denkmal, sondern bis heute auch ein lebendiger liturgischer Ort. Zu ihrer besonderen Ausstattung gehören der Altarraum und die kunstvoll gestaltete Ikonostase mit insgesamt 78 Ikonen, die in den Jahren 1912 und 1913 geschaffen wurden. Die Russische Gedächtniskirche zählt zweifellos zu den markantesten und schönsten Sakralbauten Leipzigs. In den Jahren 2012 bis 2014 wurde die wertvolle Ausstattung der Kirche mit Unterstützung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz umfassend restauriert. Im Rahmen des „Tages des offenen Denkmals“ führte Erzpriester Alexej Tomjuk die Besucher durch die Kirche und erläuterte ihre Geschichte, ihre Bedeutung als Gedenkstätte sowie ihre liturgische Funktion.
27. September 2026. Eröffnung der Interkulturellen Woche in Leipzig

Am 27. September wurde in Leipzig die bundesweite Interkulturelle Woche (IKW) eröffnet. Die Veranstaltung findet in Deutschland seit vielen Jahren statt und wurde in Leipzig in diesem Jahr gemeinsam mit dem Stadtökumenekreis Leipzig mitgestaltet.
Den Auftakt bildete um 17:00 Uhr ein ökumenisches Gebet in der Thomaskirche unter dem Motto „Leipzig feiert Vielfalt“. Es wurde von Bischof Emmanuel von Christoupolis, von der Griechisch-Orthodoxen Metropolie in Deutschland, Bischof Heinrich Timmerevers, vom Bistum Dresden-Meißen sowie Oberkirchenrat Thilo Daniel von der Evangelischen Kirche in Sachsen eingeleitet.
Das christliche Leben Leipzigs ist durch eine Vielfalt verschiedener Gemeinden geprägt. Unter den ausländischen Gemeinden gibt es derzeit zwei syrische Gemeinden, von denen eine der Orthodoxen Kirche von Antiochien angehört, eine anglikanische und eine eritreische Gemeinde. Hinzu kommen zwei rumänische Gemeinden – eine orthodoxe des Rumänischen Patriarchats und eine evangelische – sowie zwei ukrainische Gemeinden, eine unierte und eine, die sich an Metropolit Onufrij orientiert. In der letztgenannten ukrainischen Gemeinde sowie in den drei jüdischen Gemeinden unterschiedlicher Richtungen in Leipzig gibt es auch zahlreiche russischsprachige Mitglieder.
Die Russische Gedächtniskirche zu Leipzig war bei der Eröffnung der Interkulturellen Woche durch Erzpriester Alexej Tomjuk vertreten.
