Oktober 2026. Aus dem Leben der Gedächtniskirche

17. Oktober 2026. Gedenkveranstaltung zum Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig

Am 17. Oktober fand in Leipzig eine feierliche Gedenkveranstaltung zum 213. Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig statt. Daran nahmen der russische Botschafter Sergej Netschajew und seine Mitarbeiter, Vertreter des Büros für Kriegsgräberfürsorge und Gedenkarbeit sowie Landsleute und Mitglieder der russisch-orthodoxen Gemeinde in Leipzig teil.

Anlass der Veranstaltung war die jährliche Gedenkandacht für die Kosaken, die in den blutigen Kämpfen bei Leipzig und an anderen Orten Deutschlands gefallen waren. Wie in den vergangenen Jahren kamen dazu zahlreiche Mitglieder der Kosakengemeinschaften aus ganz Deutschland in die Russische St.-Alexi-Gedächtniskirche zur Russischen Ehre. Im Oberkirchenraum der Gedächtniskirche, die 1913 zum liturgischen Gedenken an die Völkerschlacht errichtet worden war, zelebrierte Erzpriester Alexei Tomjuk eine Totenlitanei. Am Ende der Litanei segnete der Priester mit besonderen Gebeten und Weihwasser die Kosakenfahne mit dem Bild des hl. Nikolai, des Wundertäters.

Im Anschluss an das Gebet richtete der russische Botschafter Sergej Netschajew ein Grußwort an die Anwesenden: „In diesen Tagen jährt sich jener berühmte Sieg in der Völkerschlacht, bei der die Kosaken einen wesentlichen Bestandteil des russischen Heeres bildeten. Über 22.000 russische Soldaten und Kosaken fielen in dieser Schlacht für ihr Vaterland im Kampf gegen die Eindringlinge, gegen jene, die 1812 russischen Boden betreten hatten.“ Der Botschafter dankte den Vertretern der Kosakengemeinschaften für ihre Verbundenheit mit den Traditionen, für die Bewahrung des Patriotismus und des historischen Gedächtnisses sowie für die Pflege der geistigen und moralischen Werte des russischen Volkes. Tatjana Goldman wurde für ihren Beitrag zur Erhaltung russischer Kriegsdenkmäler in Deutschland mit einer Medaille ausgezeichnet. Anschließend wurden in der Krypta der Kirche an den Särgen der gefallenen russischen Soldaten Blumenkränze niedergelegt und Gedenkkerzen entzündet.

Einen besonderen Blumenkranz legte der Botschafter am Denkmal für die russischen Diplomaten im Hof der Gedächtniskirche nieder. Das Denkmal besteht aus schwarzem Labradorit, der 2013 von den Ufern der Wolga nach Leipzig gebracht wurde. Es trägt die Namen der ersten Vertreter des russisch-kaiserlichen Konsulats in Leipzig: Fjodor Saposchnikow, Iwan Schwarz und Ernst tom Have. Ihre letzte Ruhestätte fanden sie auf dem Friedhof in unmittelbarer Nähe der Kirche. Das russische Konsulat in Leipzig wurde 1783 durch einen Erlass der russischen Kaiserin Katharina II. gegründet. Auch das Denkmal vor der Kirche, das an einen russischen Soldaten erinnert, der gegen Ende des Großen Vaterländischen Krieges im Jahr 1945 gefallen war, wurde von den Ehrengästen gewürdigt. Zum Abschluss der Veranstaltung waren alle Gäste zu einer Bewirtung in die Räumlichkeiten der Kirche eingeladen.

Wie bereits im Vorjahr wurde auch am selben Tag, dem 17. Oktober 2026, in den Massenmedien der Russischen Föderation über die Gedenkfeierlichkeiten zum Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig berichtet. @RusBotschaft/ Russische Botschaft in Deutschland / Посольство России в Германии

Видео: Казачья панихида в храме-памятнике в Лейпциге, 17.10.2026 г. (Gedenkandacht für die Kosaken in der Russischen Gedächtniskirche in Leipzig am 17.10-2026): https://youtu.be/DJDoEGALNE8?si=WCLpnd6EF2-kB_EE

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