Juli 2026. Aus dem Leben der Gedächtniskirche

3. Juli 2026. Restaurierung eines Steinschlossgewehrs aus der Zeit um 1800

Mit viel Muße und Hingabe widmete sich die Leipziger Restauratorin Christina Neubacher der Restaurierung eines Ausstellungsobjekts aus dem kleinen Museum der Russischen Gedächtniskirche. Der Originalzustand des Gewehrs aus der Zeit der Napoleonischen Kriege in Russland und Deutschland (1812–1813) wurde durch eine behutsame Teilrestaurierung sorgfältig gesichert. So wurde die über 200 Jahre alte Waffe wieder in einen nahezu ursprünglichen Zustand versetzt.

Der Bericht der Restauratorin Christina Neubacher beschreibt den Restaurierungs-prozess sowie den Vor- und Nachzustand des Objekts ausführlich in Wort und Bild.

Im Laufe des Projekts wurden sowohl der Lauf als auch der Holzschaft des histori-schen Steinschlossgewehrs eingehend auf Hersteller- und Prüfungsstempel des Produzenten untersucht. Das russische Wappen auf dem Holzschaft sowie weitere Prüfungsstempel stellen fest, dass es sich um ein authentisches und historisch wertvolles Objekt handelt, das in der berühmten Kaiserlich-Russischen Waffenfabrik in Tula Ende des 18. bis Anfang des 19. Jahrhunderts hergestellt wurde.

Im Jahre 1913 wurde das Gewehr nach den Akten der Gedächtniskirche zusammen mit weiteren historischen Objekten zur Geschichte der Kriege gegen Napoleon aus Russland nach Leipzig geliefert. Die Exponate wurden anlässlich der Einweihung der Gedächtniskirche im kleinen Museum ausgestellt und sollten über die Beteiligung der russischen Truppen an der Völkerschlacht bei Leipzig im Oktober 1813 informieren. Die Ergebnisse zur Geschichte des Ausstellungsobjekts dazu wurden in einem Bericht der Kirchenverwaltung dokumentiert.

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