Mai 2018. Aus dem Leben der Russischen Gedächtniskirche

Mai 2018. Russische Gedächtniskirche zu Leipzig: Projekt „Muttersprache“ erfolgreich abgeschlossen

Im Mai 2017 startete auf der Basis der Kinder – und Jugendgruppe der Russischen Gedächtniskirche zu Leipzig das Projekt „Muttersprache“. Die Durchführung des Projekts wurde dank der finanziellen Unterstützung des Fonds „Orthodoxe Initiative“ ermöglicht und fand ihren feierlichen Abschluss am orthodoxen Weihnachtsfest im Januar 2018.

Das Hauptanliegen dieses Projekts war die Heranführung der Teilnehmer mit und ohne Russischkenntnisse an systematische Auseinandersetzung mit russischer Sprache und Literatur. Die Besonderheit lag in der engen Verknüpfung mit orthodoxen Perspektive sowohl im inhaltlichen, als auch im methodischen Bereich. Die Maßnahmen des Projekts orientierten sich thematisch am kirchlichen Jahreszyklus und umfassten zahlreiche Theater- und Bastelwerkstätten, aber auch wöchentlichen Sprachunterricht.

6.Mai 2018. Gespräch mit Gemeindemitgliedern über die „orthodoxe Gräbernfläche“ Stätte am „Ostfriedhof“.

Am Sonntag, dem 6. Mai, fanden in der Russischen Gedächtniskirche zwei Gesprächsrunden mit den Mitgliedern der Gemeinde zum Thema „Russisch-orthodoxe Gräbernfläche“ auf dem Ostfriedhof (in der Oststraße Leipzigs) statt.

Der Hauptgeistliche der Gedächtniskirche lud die Gläubigen ein, offen über ihre Haltung zu einer orthodoxen Beerdigung, sowie von der Zukunft der „Russisch-orthodoxe Gräbernfläche“ am Ostfriedhof von Leipzig zu sprechen.

7.Mai 2018. Erzbischöflicher Besuch in Leipzig.

Am Montag, den 7. Mai, bereisten Erzbischof Tichon von Podolsk, das Oberhaupt der Berliner Diözese der Russischen Kirche, und Erzpriester Petr Stepanov die Russische Gedächtniskirche zu Leipzig. Hier in der oberen Kirche vollzog der Oberhirte zusammen mit den Geistlichen, die Taufe eines Kindes aus der Kirchengemeinde. Im Anschluss an dem Gottesdienst genossen alle die Gastfreundschaft der Familie.

7.Mai 2015. Gedenken anlässlich des 73. Jahrestages der Befreiung Europas.

Am 7. Mai wurde zum 70. Mal an die Befreiung Europas vom Faschismus auf dem Ostfriedhof Leipzigs gedacht. Hier, am russischen Ehrenhain, wurde an das Ende des Zweiten Weltkrieges vor allem durch verschiedene Gedenkreden, russische Lieder des Großen Vaterländischen Krieges und auch durch eine Kranzniederlegung öffentlich erinnert.

Vor den Anwesenden sprachen H. Schmidt, Vorstandsvorsitzender des Deutsch-Russischen Zentrums Sachsen e.V., R.Gebhardt, MdL, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag. Der Erzpriester A.Tomjuk der Russischen Gedächtniskirche zu Leipzig verlass zu diesem Anlass einen Psalm in russischer Sprache.

8. Mai 2018. Gedenkveranstaltungen in Leipzig.

Am 8. Mai wurde in Leipzig an die gefallenen Russen erinnert, die im Laufe des 2. Weltkrieges für die Befreiung von der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft sowohl in Russland, als auch in Deutschland (1941-1945), ihr Leben geopfert haben oder auch in Gefangenschaft und durch Sklavenarbeit gestorben sind.

An diesem Tag nahm der Erzpriester Alexij Tomjuk, der Hauptgeistliche der Russischen Gedächtniskirche, zusammen mit Gästen und Mitgliedern der Gedächtniskirche an dem Gedenken bzw. an der Kranzniederlegung auf dem Ostfriedhof Leipzigs, teil.

Am Nachmittag wurden die Kirchenvertreter vom Generalkonsul der Russischen Föderation, Herrn Andrew J. Dronow, unter anderen Gäste zu einem Empfang im Russischen Konsulat eingeladen.

14.Mai 2018. 25. August 2014. Aktion „Wege des Gedächtnisses — Wege des Friedens“ (Moskau) in Leipzig.

Am 14. Mai hat die Gruppe der 40 Teilnehmer der Aktion „Die Wege des Gedächtnisses – die Wege des Friedens“ die Russische Gedächtniskirche zu Leipzig besucht. Die Aktion wurde zum 73. Jahrestag des Sieges über Nazideutschland in Moskau gestartet.

Nach dem Besuch der Russischen Gedächtniskirche hat die Gruppe einen Blumenkranz am Grab des unbekannten russ. Soldaten (gefallenen 1945) vor der Gedächtniskirche niedergelegt.

In Deutschland besuchte die Gruppe die mehrere Kriegsgedenkstätten. Auf dem Boden Europas befinden sich 4 tausend Denkmäler und Gedenkstätte der 2.5 Millionen im zweiten Weltkrieg gefallenen russischen Soldaten. In Deutschland befinden sich davon 3600 Friedhöfe und Massengräber der russischen Soldaten.

An der Aktion «Wege des Gedächtnisses», welche die Russische historische Gesellschaft führt, nahmen jährlich zahlreiche Aktivisten der Heimatvereine, Geschichtslehrer und die Veteranen des Krieges teil.

27.Mai 2018. Freiwilligenprojekt „Unsere offene Kirche“ in der Russischen Gedächtniskirche.

Im Mai 2018 wurde auf Initiative der Jugendgruppe der Pfarrei der Gedächtniskirche zu Leipzig und ihrer Sonntagsschule das Freiwilligenprojekt „Unsere offene Kirche“ ins Leben gerufen. Die Freiwilligen übernahmen an schulfreien Tagen die Aufgaben eines Assistenten (eines Küsters) des Denkmals. Sie halfen den Besuchern mit der Information und Auskunft zur Entstehung des Denkmals und dessen Sehenswürdigkeiten. Die gläubigen Besucher wurden über das geistliche Leben der Kirche, ihr Gottesdienstprogramm und weitere Aktivitäten informiert.

Ihre ersten Erfahrungen als freiwillige Assistenten haben junge ehrenamtliche Helfer während der Pfingstferien gemacht. Dabei bekamen sie die Gelegenheit ihr eigenes Wissen über eigene Kirche nachzuholen, und ihre Fremdsprachkenntnisse in der Kommunikation mit Besuchern aus verschiedenen Ländern zu verbessern. Der erste Teil des Projekts wird bis zum Ende des Schuljahres fortgesetzt. Nach den Sommerferien wird das Freiwilligenprojekt „Unsere offene Kirche“ fortgesetzt.

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Unter „orthodoxen Volontäre“ versteht man verschiedene Freiwilligeninitiativen der orthodoxen Christen in Deutschland und anderen europäischen Ländern. Die Aktivisten wollen damit ihrer Gemeinde und deren einzelnen Mitgliedern die benötigte Unterstützung leisten. In den russisch – orthodoxen Gemeinden laufen derzeit verschiedene Projekte, die das Gemeindeleben und das Leben anderer Mitmenschen mit Freude und Sinn erfüllen sollen und die Welt etwas gütiger und besser gestalten.

Zum Austausch wird in Deutschland deshalb der „Tag der orthodoxen Volontäre“ bereits zum vierten Mal von den Verband „Guttat. Russische Orthodoxe Diakonie in Europa“ (www.orthodiakonia.de) organisiert.